Wohlhaupter nimmt Geothermieanlage in Betrieb

Umweltministerin Tanja Gönner lobt Energiebewusstsein von Wohlhaupter

1907

Nachhaltigkeit in Unternehmen wird zunehmend als Erfolgs- und Wettbewerbsfaktor identifiziert. Aber nicht nur die Industriegiganten sehen den verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen als unternehmerische Pflicht, auch kleine und mittelständische Unternehmen stellen sich der Herausforderung „Nachhaltigkeit“ – so. z.B. auch der Zerspanungsspezialist Wohlhaupter GmbH aus Frickenhausen, der in einem Festakt seine neue Geothermieanlage einweihte.

Die Wohlhaupter GmbH Präzisionswerkzeuge zählt in der Werkzeugbranche seit Jahrzehnten als besonders innovativ und fortschrittlich. Seit 2008 machte sich die Geschäftsführung bereits mit Weitblick über die bereits 20 Jahre alten Heizkessel und über entsprechend alternative Energiekonzepte Gedanken. Nach einer grundlegenden Überprüfung möglicher Alternativen und etlichen Monaten Planungsphase wurde im Mai dieses Jahres eine der größten Geothermieanlagen Süddeutschlands in Betrieb genommen. In einem Festakt würdigten nun am 3. November die geladenen Gäste aus Wirtschaft und Politik diesen Meilenstein der Geschichte des deutschlandweiten Marktführers im Bereich modularer Werkzeugsysteme. „Ich bin ehrlich begeistert“, bestätigte Verkehrs- und Umweltministerin Tanja Gönner und lobte Wohlhaupter als weitsichtiges Familienunternehmen, das mit gutem Beispiel voran geht und folglich mit als Motor Baden-Württembergs gilt.

Das Energiekonzept und die Umsetzung wurde von der INNAX ENERGIE & UMWELT AG aus Ostfildern realisiert und bot eine innovative Contracting-Lösung an: Das Energieunternehmen investierte in die Anlagen; Wohlhaupter zahlt jährlich einen Grundbetrag und darüber hinaus einen über 20 Jahre festgelegten Preis pro abgenommenes KW Wärme bzw. Kälte. Eine beispielhafte Lösung, die anderen als Vorbild dienen kann, wie Tanja Gönner feststellte.

44 Bohrungen á 95m decken ab sofort bis zu 75% der benötigen Grundwärme ab; bei einer Außentemperatur von über 10˚C sogar 100%. „Auf Basis unserer Ist-Daten von 2008 wird nun der jährliche Heizöl-Verbrauch von 75.000 l auf 14.000 l reduziert. Das spart nicht nur Geld, sondern vor allem reduzieren wir auch die C02-Emissionen jährlich um 85 Tonnen“, erläutert Frank Wohlhaupter. Mit der Geothermieanlage werden insgesamt 7.500 Quadratmeter geheizt sowie im Sommer auch gekühlt. Der komplette Standort ist eingebunden, die Abwärme der Produktion wird zeitgleich ebenfalls in den Heizungskreislauf eingespeist.

Mit diesem Schritt hat Wohlhaupter einmal mehr seine Innovationskraft unter Beweis gestellt. Es zeigt sich, dass es gerade die mittelständischen und vor allem Familien-Unternehmen sind, die mit Weitsicht planen und durch pfiffige Ideen sowie erfolgreiche Projekte und Produkte die Wirtschaft voran bringen, um die Arbeitsplätze in Deutschland nachhaltig zu sichern.

Kontakt:

www.wohlhaupter.com