Meister der Komplettzerspanung

Nakamura-Tome Super NTMX fusioniert simultane 5-Achsen-Bearbeitung und das Drehen komplexer Teile von der Stange bis Durchmesser 65 mm.

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NAKAMURA-TOME hat sich seit seiner Gründung im Jahre 1949 zu einem der weltweit führenden Hersteller von mehrachsigen Dreh-Fräsbearbeitungszentren entwickelt. Am Firmenstammsitz in Kanazawa, Japan, sind über 400 Mitarbeiter beschäftigt. Mit über 12.000 verkauften Exemplaren der Baureihen TW und WT ist NAKAMURA-TOME weltweit einer der erfolgreichsten Hersteller von Multitasking Gegenspindelmaschinen und ein verlässlicher Innovator für die wirtschaftliche Lösung anspruchsvoller Komplettbearbeitungsaufgaben.

Den deutschen Markt betreut seit 1999 die Hommel Unverzagt vom Standort Ingelheim aus. Die Zahl der hierzulande installierten Nakamuras wuchs insbesondere in den letzten 10 Jahren stetig auf aktuell über 2.000 Maschinen. Und dieser Erfolg sollte sich fortsetzen.

Zur AMB wurde auf dem rund 800 m² großen Hommel Messestand eine echte Weltpremiere gezeigt. Beim Anblick der neuen Nakamura-Tome Super NTMX dürften insbesondere Hersteller von mechanischen Präzisionsteilen für die Medizintechnik, Präzisions-Hydraulik, Armaturen und Luftfahrt glänzende Augen bekommen. Das gilt umso mehr das maschinenbauliche Wunderwerk mit seinen neun, von einer Fanuc 31i A5 gesteuerten CNC-Achsen trotz seiner zahlreichen technischer Raffinessen unter ambitionierten Kostenzielen entwickelt wurde und viel Komplettbearbeitungsmaschine fürs Geld bieten soll.

Die 14,5 Tonnen schwere Nakamura-Tome Super NTMX fusioniert bei einer Stellfläche (inklusive Späneförderer) von lediglich 4.806 x 2.735 mm² zwei gleichwertige, gegenüberliegende Drehspindeln, einen unteren 24-Stationen-Revolver, einen Fahrständer mit schwenkbarer Frässpindel sowie zwei weitere links und rechts davon platzierte Werkzeugmagazine für jeweils 24 Tools. Bei der Werkzeugaufnahme setzt Nakamura Tome auf die für´s Fräsen und Drehen gleichermaßen bewährte, stabile, präzise wie wiederholgenaue Schnittstelle Capto C4.

Im Prinzip ist die Maschine eine Kombination aus einem sehr soliden Fahrständer-BAZ mit 4 CNC-Achsen und einem vollwertigem Doppelspindeldrehzentrum mit 5 CNC-Achsen. Der oberhalb der Drehspindelmitte angeordnete Schwenkfräskopf und der unterhalb angeordnete Revolver können ihre Werkzeuge sowohl einzeln als auch gemeinsam an beiden 11 kW starken Drehspindeln einsetzen. Durch die freie Zuordnung und Programmierbarkeit aller Achsen stehen Anwendern links wie rechts alle Bearbeitungsmöglichkeiten zur Verfügung, bis hin zum 3D-Fräsen mit fünf gleichzeitig interpolierten CNC-Achsen.

Der Abstand zwischen den Drehspindeln misst 980 mm. Als maximale Drehlänge werden 780 mm genannt. Der maximale Drehdurchmesser beträgt 200 mm und korrespondiert mit dem Y-Verfahrweg der 7,5 kW starken und bis zu 20.000 min-1 schnellen Fräseinheit, die als B2-Achse mit maximal 37,5 min-1 um +/- 95° schwenken kann. Beim 3D-Fräsen funktioniert das gebremst auf 0,001° genau. Zudem lässt sich die Schwenkspindel über eine Curvic-Verzahnung zusätzlich alle 5° genau formschlüssig klemmen. Quer verfährt der Fräsständer (hier wie beim Drehen als Z-Achse benannt) 1.297 mm, vertikal (hier als X-Achse) sind es 570 mm.

Markant: Die Frässpindel bedient sich aus den beiden links und rechts, oberhalb der Drehspindeln platzierten Werkzeugmagazine. Das Konzept hat drei entscheidende Vorteile: Entgegen mitfahrenden Magazinen sind die vom Fahrständer zu bewegenden Massen erstens drastisch reduziert, was den Energieverbrauch senkt, das Einschwingverhalten verbessert und den Einfluss von Magazinvibrationen auf das eingesetzte Werkzeug minimiert. Zweitens lassen sich die Magazine prozessparallel bestücken, was rüstbedingte Nebenzeiten eliminiert. Und drittens sorgt die Anordnung in Kombination mit einer softwaregesteuerten Vorsortierung der Tools für Span-zu-Span-Zeiten von unter 5 Sekunden, was insbesondere bei umfangreicher Bearbeitung, respektive bei häufigen Werkzeugwechseln die Produktivität nachhaltig erhöht.

Für uneingeschränkten Drehgenuss sorgen die beiden Drehspindeln. Sie beschleunigen auf bis zu 5.000 min-1 und indexieren im Betrieb als C-Achsen mit bis zu 600 min-1 auf 0,001° genau. Ihre Durchlassbohrung ermöglicht Anwendern die Bearbeitung von Stangenmaterial bis Ø 65 mm, wobei die Übergabe von der ersten Spindel auf die zudem als B2-Achse ausgelegte Rückseitenspindel bei jeder Drehzahl synchronisiert erfolgt.

Wie es weiter heißt, erzielen Anwender durch die kompakte Konstruktion eine hohe Flächenproduktivität und zudem sorgen die überlangen und überbreiten Führungen für sehr hohe Oberflächengüten. Zudem ermöglichen neue CNC-Funktionen trotz der komplexen Maschinenkinematik eine einfache, schnell erlernbare und sichere Bedienung.

Für die Automation offeriert Hommel Unverzagt unterschiedlichste Lösungen wie Stangenlademagazine, Teileabgreifer und Auffangsysteme,.. Zahlreiche weitere Optionen wie Hochdruckkühlmittelsysteme, Werkzeugeinmessarme, das intelligentes Handrad und vieles mehr, ermöglichen die individuelle Konfiguration maßgeschneiderter Fertigungszellen, bei Bedarf inklusive In-Prozessvermessung.

Kontakt:

www.hommel-gruppe.de