Leichtschneidende Geometrie für CoroMill 790

Neue Schneidkantengeometrie optimiert das Fräsen von Aluminium

1670

Aluminiumfräsen in Bestform – dafür sorgt die neue leichtschneidende Geometrie des Wendeplatten-bestückten Schlichtfräsers CoroMill 790. Sandvik Coromant, Spezialist für Zerspanungslösungen und Werkzeugsysteme, hat diese Geometrie für den Einsatz in der Aluminiumzerspanung entwickelt, speziell für Betriebe, die Komponenten für die
Luft- und Raumfahrtindustrie fertigen. Die neue Lösung ist Teil des CoroPak 10.2-Neuheitenpakets.

Die Bearbeitung von Bauelementen aus Aluminium wie beispielsweise Flugzeugrahmen beinhaltet das Schruppen und Schlichten von Taschen, Schultern und Kanten. Dabei sind sowohl eine hohe Zerspanungsleistung als auch hochwertige Oberflächen gefragt. Bis heute konnten Werkzeuge mit Wendeschneidplatten nicht die dafür nötigen, vergleichsweise geringen Schnittkräfte und das sanfte Eintauchen bieten wie ein Vollhartmetall-Schaftfräser.

Diese Herausforderung meistert Sandvik Coromant mit der neuen Schneidkantengeometrie für den CoroMill 790. Sie wurde auf der Basis aufwändiger Berechnungen und Finite Elemente-Simulationen (FEM) zusammen mit neuesten Schleif- und Messtechnologien entwickelt. Die neue Geometrie erleichtert das produktive, hochwertige Fräsen von Aluminium durch nützliche Eigenschaften wie eine optimierte Schneidengeometrie und einen Spanwinkel, der bei gleicher Festigkeit die Kanten schärfer macht. Die fließende Schneidkante mildert den Impuls beim Schneideneintritt. Ein Spanformer reduziert den Reibungskontakt und ermöglicht einen besseren Spanabfluss, eine Schutzfase an der Hauptschneide wirkt vibrationsdämpfend.

Hohe radiale Schnittkräfte sind häufig die Ursache für radiale Ablenkung der Werkzeuge beim Schlichten. Dagegen wirkt die Schutzfase, ihre besondere Geometrie bewirkt einen ruhigeren Werkzeuglauf und vermeidet Vibrationen. In Verbindung mit dem größeren Spanwinkel führt dies zu einer beträchtlichen Reduzierung der einwirkenden Kräfte.

Der Schmelzpunkt von Aluminium liegt relativ niedrig. Das bedeutet: Die bei der Bearbeitung in der Schnittzone entstehenden Temperaturen erreichen nicht die Werte, die Hartmetall-Wendeschneidplatten schädigen könnten. Damit sind höhere Schnittgeschwindigkeiten möglich. Allerdings verlangen höhere Spindel-Drehzahlen auch nach einer höheren Leistung, so dass jeder schnittkraftmindernde Effekt von erheblichem Nutzen ist. Die neue Geometrie des CoroMill 790 bietet eine deutliche Kraftreduzierung.

Auch die axialen Schnittkräfte, die beim Schlichtfräsen gegen die bearbeitete Oberfläche gelenkt werden, reduziert die neue Geometrie: Die dünnwandigen Aluminiumstrukturen, die in Luft- und Raumfahrtkomponenten vorherrschen, werden so erheblich weniger belastet.

Bild: CoroMill 790 mit neuer Schneidkantengeometrie für das Fräsen von Aluminium

Kontakt:

www.coromant.sandvik.com/de