InLineSystem – das Fertigungskonzept für automatisierte Bearbeitung

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Mit dem EMAG ILS (InLineSystem) stellt EMAG zur AMB ein neues Automationskonzept vor. Das ILS wurde speziell für die Maschinen der Plattform 250 entwickelt und bietet einfache und prozesssichere Automation dieser Maschinen. Damit können Fertigungslinien aus einem System konfiguriert werden: Von der Maschine über die Automation bis zur Qualitätssicherung aus einer Hand.

Kundenspezifische Lösungen, die optimal auf die Fertigungsanforderungen zugeschnitten sind – dies ist eine der Stärken von EMAG. Daher werden die Maschinen der EMAG Gruppe mit branchenspezifischen Automationslösungen angeboten. Automatisierung und Bearbeitung können heute nicht mehr getrennt voneinander betrachtet werden. Bei EMAG hat die Automatisierung Tradition, da jede EMAG Maschine an sich schon mit einer automatischen Beladung (über die Pick-up-Spindel) ausgestattet ist. Die spannende Frage ist nur, wie die Automatisierung zwischen den einzelnen Maschinen gestaltet wird? Hier bietet nun EMAG mit dem ILS ein neues Automationskonzept, das speziell für die Plattform 250 entwickelt wurde. Der Automatisierungsgrad ist ganz von der Kundenanforderung abhängig und kann auch in Stufen erhöht werden. Dies gibt dem Kunden den nötigen Spielraum, um die Anlage an veränderte Rahmenbedingungen anpassen zu können. Ein weiterer Fokus wurde auf die Skalierbarkeit der Fertigungslinien gelegt. Hier war es besonders wichtig, einen schnellen Produktionsanlauf auch bei schwankenden Stückzahlen zu gewährleisten und bedarfgerecht die Fertigungslinie erweitern zu können. Durch das einheitliche Fertigungskonzept können auch einzelne Operationen um Maschinen erweitert werden und damit neue Bearbeitungsanforderungen in das System integriert werden.

Neues Automationskonzept senkt Investitionskosten

Bei der Analyse aktueller Fertigungslinienkonzepte am Markt kamen die Entwickler der EMAG zum Schluss, dass in der Vergangenheit immer wieder zu viele Kompromisse im Bereich des Teileflusses gemacht wurden. So wurden bei vielen Fertigungssystemen immer wieder aufwendige Automationssysteme mit Portalladern, Wendestationen und Bänder eingesetzt, die erstens das Fertigungssystem störanfällig machen und zweitens die Gesamtanlage verkomplizieren. Vereinfachung war das Ziel der Ingenieure: Daher wurde ein Fertigungslinienkonzept entwickelt, das über einfache und sehr effektive Automationskomponenten verkettet wird. Doch was bringt die Entwicklung im Detail? Je weniger Automationsanteil in einem Fertigungssystem steckt, desto weniger Fehlerquellen gibt es. Da die EMAG Maschinen für die Zahnradbearbeitung alle auf der Plattform 250 basieren, wurden die Schnittstellen zwischen den Maschinen optimiert und aufeinander abgestimmt. Der Werkstücktransport erfolgt durch die Pick-up-Spindel; damit übernimmt die Maschine den Werkstücktransport. Der Teilefluss erfolgt gerichtet „in Linie“ durch das Fertigungssystem. An den Schnittstellen können optional kleine Puffer oder Ausschleusstationen angefügt werden. So kann der reine Automationsanteil gegenüber herkömmlichen Fertigungssystemen um 40% reduziert werden. Das spart Geld und erhöht die Verfügbarkeit.

Bei der Entwicklung stand auch die Anlagenarchitektur im Fokus

Die Anlagenarchitektur von Fertigungssystemen spielt heute eine entscheidende Rolle für die Wirtschaftlichkeit und Zukunftssicherheit des Systems. Das Besondere an den Maschinen der Plattform 250 ist, dass bei der Entwicklung speziell die Anforderungen an die Integration der Maschinen in Fertigungssysteme berücksichtigt wurden. So stehen standardisierte Automationskonzepte und Automationsmodule für Fertigungssysteme zur Verfügung. Auch eine stufenweise Automatisierung von der hand- bzw. teilautomatisierten Fertigung bis zur voll automatisierten Anlage ist möglich. Damit können Fertigungssysteme entworfen werden, die bedarfsgerecht an die Fertigungskapazität angepasst werden und auch auf Produktivitätsschwankungen reagieren. Heute ist ein klarer Trend zur bedarfsgerechten Fertigungsplanung zu erkennen. Investitionen in zukünftige Fertigungskapazitäten werden so gut wie nicht mehr getätigt. Das heißt, die Fertigungssysteme müssen mit den Produktionsanforderungen wachsen und sich diesen anpassen.

Vorteile der EMAG Zahnradfertigung mit ILS gegenüber herkömmlichen Fertigungslösungen

– Kompaktes, platzsparendes Fertigungskonzept (bis zu 15% weniger Platzbedarf)
-Minimierung des Automationsbedarfs sowie einfache Adaption kundenspezifischer Automatisierungslösungen
– Effizienter Teilefluss für kurze Wege, somit geringe Nebenzeiten
– Ein modulares, universelles und einheitliches Fertigungskonzept – jederzeit erweiterbar und an neue Bearbeitungsanforderungen adaptierbar
– Verkürzung der Durchlaufzeit sowie Kostenminimierung durch Wegfall von Zwischenlagern, innerbetrieblichen Transporten etc.
– Umrüst-, wartungs- und bedienerfreundlich
– Systemlieferant EMAG: Sieben Technologien aus einer Hand

Technische Daten der Zahnradfertigungslinie

– Teilegröße max.: 230 mm x 80 mm
– Werkstückgewicht max.: 5 kg
– Futterdurchmesser max.: 250 mm
– Verzahnungen max.: Modul 4

Bild oben: Die VLC-Fertigungslinie ist für radförmige, verzahnte Werkstücke ausgelegt und deckt die komplette Prozesskette zur Herstellung von Zahnrädern mit einem Durchmesser bis 200 mm und Modul 4 in der Großserienfertigung ab:
– Drehen 1. + 2. Seite
– Wälzfräsen / Entgraten
– Härten
– Laserschweißen
– Hartdrehen Innen- und Außenschleifen

KONTAKT: EMAG Gruppen-Vertriebs- und Service GmbH

Web: www.emag.com