Produktives Soundstudio

OKUMA CNC-Steuerung OSP-P200 ermittelt und realisiert mit ausgezeichneter Schallsignalauswertung die optimale Drehzahl für perfekte Schnittbedingungen

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Jeder Zerspanungspraktiker kennt den unnachahmlichen Sound von Werkzeugen, die sich mit – sagen wir – nicht perfekten Schnittbedingungen vibrierend durchs Werkstück quälen. Werkzeuge vertragen diesen heavymetal-sound gar nicht gut und die QS ergraut beim Blick auf die ratternd erzeugten Oberflächen etwas mehr. Produktivität sieht anders aus.

Zum Glück gibt es wirksame Gegenmittel wie etwa die Veränderung der Spindeldrehzahl. Das Problem: Ob rauf oder runter, ist bislang eine Frage, die Einrichter und Maschinenführer entweder durch Erfahrung oder schlicht durch Probieren beantworten können. Insbesondere beim Bearbeiten von Prototypen und Einzelteilen, Probeschnitten oder beim Test neuer Werkzeug-Schneidstoff-Material-Paarungen ist die iterative Annäherung an die optimalen Schnittbedingungen mitunter ein zeitaufwändiges und kostspieliges Unterfangen.

Doch es geht auch anders! OKUMA hat mit dem Machining Navi für die eigene Steuerung OSP-P200 (in Japan bereits Ende 2008 erstmals präsentiert und nun auch in Deutschland erhältlich) eine Softwarelösung realisiert, die den Klang der Bearbeitung analysiert und auf Basis der Körperschallsignale die Spindeldrehzahl entweder automatisch anpasst (Machining-Navi M-i) oder am Touchscreen der CNC-Steuerung die optimale Drehzahl vorschlägt, die der Bediener dann quasi via Fingertipp unmittelbar in die OSP-CNC übernehmen kann (Machining Navi M-g).

Kenner werden nun vielleicht denken: Körperschallanalyse ist doch ein alter Hut. Stimmt! Neu ist aber, dass Okuma diese bewährte Technologie komplett, das heißt ohne zusätzliche Hard- und Software von Fremdanbietern direkt in die eigene Steuerung integriert hat, und sich Analyse, Visualisierung und Bedienung nahtlos in die Bedienoberfläche der Okuma-CNC integriert. Eine homogene Lösung also!

Das automatisch arbeitende Machining Navi M-i empfängt seine Auswertesignale von maschinenintegrierten Körperschallsensoren. Das Machining Navi M-g erfasst den Zerspanungssound mittels Mikrophon. Während die sensorintegrierte Lösung nur für Neumaschinen erhältlich ist, kann das Machining Navi M-g bei allen OKUMA Maschinen mit OSP-P200 Steuerung nachgerüstet werden. Die Okuma CNC ist offen für solche (und viele andere) Erweiterungen.

So integriert die OSP neben dem eigenen, 100% autarken und ausfallsicheren Echtzeit-NC-Betriebssystem (Volante) uneingeschränkte (embedded) Windows-Funktionalitäten, bietet ergo dessen Konnektivität und vor allem die Nutzung von Windowsprogrammen, wie Excel und Browser oder auch Windows-Applikationen von Peripherieherstellern, wie Roboter-UIs, Werkzeugvoreinstellgeräten, Messmitteln,…

Sogar ein Touchscreen-Display ist bei OKUMA bereits seit ein paar Jahren Standard. Und wenn wir schon das Innovationsniveau der Japaner loben: Weitere OKUMA-Entwicklungen sind zum Beispiel die energieeffizienten Prexmotoren für Werkzeug und Spindelantrieb, das Thermo Friendly Concept (TFC), das vor allem auch im Handbetrieb einsetzbare Collision Avoidance System (CAS), die hochpräzisen, absoluten Drehgeber der DD-Serie und viele andere intelligente Lösungen, insbesondere auch für die CNC-Programmierung (IGF Touch) sowie die Funktionalitäten für Technologieunterstützung und Prozessoptimierung an der Maschine.

Okuma steht nicht nur für Kontinuität in der Entwicklung sondern pflegt auch das Wort Partnerschaft. So ist in Deutschland die Hommel CNC-Technik seit 1976 der exklusive Vertriebs- und Servicepartner. Zur AMB freuten sich beide über die Verleihung des MM-Award in der Rub-rik Steuerungen. Und diesen Preis gab´s – Sie ahnen es schon – für das Okuma Machining Navi.

Geschäftsführer Gisbert Krause: „Okuma baut nicht nur extrem werthaltige Maschinen. Okuma ist weltweit der einzige Dreh- und Fräsmaschinenhersteller weltweit, der zudem bei Steuerungen, Antrieben und absoluten Wegmesssystemen konsequent auf eigene Entwicklungen setzt – seit 1963. Diese mechatronische Gesamtkompetenz bedeutet einerseits natürlich einen hohen Entwicklungsaufwand, andererseits öffnet diese gesamtheitliche Wertschöpfung Möglichkeiten, die Wettbewerber in dieser Reinform nicht haben. Das Machining Navi ist nur eine von vielen geldwerten Entwicklungen. Mit Blick auf die Total-Cost-of-Ownership geben Werkzeugmaschinen von OKUMA seit vielen Jahren ein hervorragendes Bild ab – Zuverlässigkeit, Langzeitpräzision und Wiederverkaufswerte sind weit überdurchschnittlich. Und auch technologisch setzt Okuma seit Jahren immer wieder neue Maßstäbe. Die OSP integriert immer mehr global gewonnenes Erfahrungswissen aus der täglichen Anwendungspraxis einiger 10.000 Anwender. Das Machining Navi ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer intelligenten CNC.“

Anwendernutzen des Okuma Machining Navi

Nachrüstbar für OKUMA Maschinen mit OSP-P200 (Machining Navi M-g):

– Steuerungsintegriert – Keine externe Hard- und Software
– Intuitive Bedienung – kurze Einweisung genügt
– Optimale Schnittbedingungen – quasi in Echtzeit
– Erhöhte Produktivität
– Bessere Prozessstabilität
– Geringerer Werkzeugverschleiß – längere Standzeiten, reduzierte Werkzeugkosten
– Bessere Oberflächen
– Beschleunigtes Einfahren neuer Aufträge
– Objektivierbare Werkzeugvergleiche
– Mehr Sicherheit beim Test neuer Tools und der Bearbeitung von Problemwerkstoffen sowie teuren Materialien

Bild 1: Heavy metal oder sounds of productivity: Die Okuma-eigene Steuerung OSP-P200 analysiert auf Basis von Körperschallsignalen den Zerspanungsprozess entweder – optional ab Werk – mit integrierten Körperschallsensoren (Machining Navi M-i) oder – nachrüstbar – mit Mikrofon (Machining Navi M-g) ..

Bild 2: Wunschkonzert: Beim Machining Navi M-g visualisiert die Okuma-CNC die optimale Drehzahl an ihrem Touchscreen-Display und der Bediener kann den Vorschlag dann quasi via Fingertip unmittelbar in die OSP-P200 übernehmen.

Bild 3: Qualität ist das beste Rezept: Mit dem Machining Navi bietet die Hommel CNC-Technik ihren Okuma-Kunden einen weiteren geldwerten Wettbewerbsvorteil.

Kontakt:

www.hommel-gruppe.de

Anmerkungen:
Unternehmen:
Die Hommel Gruppe feierte in 2008 ihr 130-jähriges Bestehen und gilt mit rund 300 Mitarbeitern – davon 250 Vertriebsingenieure, Zerspanungsspezialisten und Servicetechniker – als eine der größten Beratungs-, Vertriebs- und Servicegesellschaft für Werkzeugmaschinen in Deutschland. Das Lieferprogramm der Hommel Gruppe umfasst CNC-Werkzeugmaschinen von Okuma, Sunnen, Nakamura-Tome, Hwacheon, Quaser, Lico, die Eigenmarke UVA-Unverzagt und Romi. Hinzu kommen darauf basierende, gesamtverantwortlich realisierte Fertigungssysteme und Automationslösungen. Der Neumaschinenvertrieb mit Technologieberatung und Financial Services, der sich daraus ergebende Handel mit Gebrauchtmaschinen, sowie der bestens koordinierte After Sales Service ist in vier eigenständigen, aber vollständig vernetzten Gesellschaften organisiert.
Insgesamt betreut die Hommel Gruppe bei ihren Kunden mehr als 15.000 Maschinen mit passgenauen, profitablen Lösungen für die wirtschaftliche Zerspanung.

Hommel ist seit 2006 Partner der Wollschläger Group, Bochum. Die 1937 gegründete Wollschläger Group zählt zu den führenden deutschen Handelsunternehmen für Präzisionswerkzeuge, Maschinen, Schweißtechnik, Arbeitsschutz und Betriebseinrichtungen. Die Gruppe verfügt bundesweit über 12 Niederlassungen und beschäftigt über 600 Mitarbeiter – davon alleine 130 Fachberater im Außendienst. Mit etwa 50.000 ständig vorrätigen Artikeln sorgen 50 Mitarbeiter aus der Lagerlogistik für kurze Lieferzeiten.