Maschinenbauer MAG schließt 2009 mit positivem Ergebnis ab

- Unternehmen behauptet sich besser als der Markt - Umsatzrückgang von 39% - 2010 stabiler Umsatz und deutliche Steigerung der Auftragseingänge erwartet - Fokus: Wachstum in BRIC-Staaten - Werkseröffnung in China - Ausbau des Portfolios

2584

Der Werkzeugmaschinenhersteller MAG, einer der größten Anbieter individueller Produktions- und Technologielösungen mit Sitz in Göppingen, konnte im Umfeld der weltweiten Krise im Maschinenbau das Jahr 2009 erneut mit einem positiven Ergebnis abschließen und sich besser als der Markt behaupten. Das Unternehmen hat 2009 einen Umsatz von 727 Mio. Euro erzielt. Der Umsatzrückgang betrug – bereinigt um Währungsschwankungen – 39% (2009: 1.006 Mio. USD, 2008: 1.654 Mio. USD). MAG rechnet 2010 mit einer deutlichen Steigerung der Auftragseingänge und mit stabilen Umsätzen auf Vorjahresniveau sowie mit einem erneut positiven Ergebnis. Ab 2011 geht das Unternehmen wieder von steigenden Umsätzen aus.

MAG wurde 2005 als Zusammenschluss von Traditionsmarken der deutschen und amerikanischen Werkzeugmaschinenindustrie als ein global erfolgreich und profitabel operierendes Unternehmen gegründet. Das Unternehmen mit Standortschwerpunkten in Deutschland und den USA hat 2009 mit 395 Mio. Euro mehr als die Hälfte seines Konzernumsatzes in Europa erzielt. MAG beschäftigte Ende 2009 weltweit über 3.100 Mitarbeiter, davon rund 1.500 an Standorten in Baden-Württemberg.

Prof. Jürgen Fleischer, Chairman von MAG: „MAG hat sich in der Krise im Markt gut behauptet, die Weichen für weiteres Wachstum sind gestellt. Wir haben im Jahresschlussgeschäft 2009 und auch zu Jahresbeginn 2010 eine deutliche Steigerung des Auftragseingangs verzeichnen können. Diese wird sich auf Grund der längeren Auftragsbearbeitungszeiten im Lösungsgeschäft 2010 in einer konstanten Umsatzentwicklung und 2011 wieder in einem entsprechenden Umsatzwachstum niederschlagen. Das Unternehmen konnte 2009 mit einem positiven Ergebnis abschließen, insbesondere, weil die wichtigsten Schritte bei der Zusammenführung der früheren Einzelunternehmen unter dem Dach von MAG zu Beginn der seit Jahrzehnten schwersten Maschinenbaukrise bereits weit fortgeschritten waren.“ Hierzu zählten unter anderem die Vereinheitlichung von Prozessen, die Optimierung der Fertigungstiefe und die Bündelung des Einkaufs sowie administrativer Querschnittfunktionen.

Composites-Know-how in Göppingen konzentriert

Trotz der wirtschaftlich schwierigen Situation hatte MAG auch 2009 in den Ausbau innovativer Technologien am Wirtschaftsstandort Deutschland investiert. Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr unter anderem mit der Einweihung seines Composites Centers in Göppingen und einem ersten Auftragserfolg über die Lieferung von Verbundwerkstoff-Maschinen für die Fertigung des neuen Airbus 350 seine bisher in den USA konzentrierten Composites-Aktivitäten auch in Deutschland ausgebaut.

Wachstumsbranchen und -märkte

Im klassischen Industriegeschäft ist MAG neben dem Flugzeug- und Autobau in der Industrieausrüstung sowie zusätzlich dem Bereich erneuerbarer Energien aktiv. Fleischer: „Insbesondere der Bereich Composites für den Auto- und Flugzeugbau sowie der Bereich erneuerbarer Energien bieten Wachstumspotenziale für MAG.“ Um in diesen Branchen das Geschäft als individueller Lösungsanbieter optimal an den jeweiligen Kundenbedürfnissen auszurichten, hat MAG branchenbezogene Business Units gebildet.

Fleischer kündigte an, dass MAG sein Engagement in den BRIC-Staaten, in denen die industriellen Märkte stärker wachsen, weiter ausbauen werde. Unter anderem werde man 2010 ein neues Werk in Changchun, China, eröffnen.

Wachstumsstrategie: Neue Generation an Produktionslösungen mit integrierter Steuerungs- und Softwaretechnik

Die Wachstumsstrategie von MAG ruht auf drei Säulen:

1. Im Fokus der Produktentwicklungen von MAG stehen in den nächsten Jahren mechatronische High-End-Lösungen mit intelligenten Maschinenkomponenten, die über integrierte Steuerungs- und Softwarefunktionen verfügen. Diese Entwicklungen hat MAG am Standort Rottenburg in Baden-Württemberg konzentriert.

2. Das Kerngeschäft soll durch eine Erweiterung des Angebotsportfolios und die Integration ergänzender Technologien in bestehende Maschinenkonzepte ausgebaut werden.

3. Durch Weiterentwicklung von Automation, Robotik, Software und Engineering sollen komplexe Produktionsstrecken hin bis zu ganzen Fabriken mit allem nötigen Know-how aus einer Hand angeboten werden. Hierfür hat MAG Anfang 2010 das Unternehmen e-tekx gegründet., das durch das Schließen der bestehenden Softwarelücke zwischen Maschinensteuerung und Unternehmensplanung sowie weiteren softwarebasierten Vernetzungen von Produktionsabläufen einen wichtigen Beitrag zur Steigerung von Effizienz und Produktivität in der Produktion leisten soll.

Zur Umsetzung der Strategie erläuterte Fleischer, dass hierfür sowohl Kooperationen wie auch weitere Beteiligungen möglich seien. Voraussetzung dafür sei, dass dadurch komplementäres Know-how und komplementäre Technologien sinnvoll integriert werden könnten. Im Rahmen seiner weiteren Entwicklung werde das Unterernehmen sich jeweils flexibel und effizient mit seinen Strukturen auf die Herausforderungen des Marktes einstellen müssen, um seine Marktposition zu festigen und auszubauen. „Nur so werden wir in der Lage sein, unser Unternehmen eng an den Kundenbedürfnissen auszurichten und nachhaltig erfolgreich zu wachsen“, so Fleischer.

b>Kontakt:

Web: www.mag-ias.com

Anmerkungen:
MAG nimmt als Hersteller von Werkzeugmaschinen und Fertigungssystemen am Weltmarkt eine führende Position ein und beliefert die wichtigsten Industriezweige mit Komplettlösungen für eine moderne und effiziente Produktion. Zu den Bereichen, in denen MAG innovative und hoch produktive Maschinen- und Technologielösungen bietet, gehören die Verfahrenstechnik, automatisierte Fertigung, Dreh- und Frästechnologie, Fertigung von Fahrzeugantrieben, Verbundwerkstoff-Verarbeitung, Wartung und Instandhaltung, Automations- und Steuerungstechnik, sowie Kernkomponenten für Werkzeugmaschinen. Unsere Kunden stammen aus den Schlüsselindustrien Luft- und Raumfahrt, Automotive und Nutzfahrzeugbau, Schwerindustrie, Energie- und Förderanlagen, Schienenverkehr, Solarenergie, Windkraftanlagen und Maschinenbau.