Neustart auf der grünen Wiese

Sauter Drehteile automatisiert mehr als 100 CNC-Drehmaschinen mit Stangenlademagazinen von FMB

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Am Morgen des 5.Juli 2007 stand der Drehteilehersteller Sauter – und mit dem Unternehmen viele Familien des 470-Seelen-Ortes Bärenthal – wirtschaftlich vor dem Nichts. Ausgelöst durch einen technischen Defekt hatte ein nächtlicher Großbrand die Produktionshalle mitsamt Lager und Verwaltung in Schutt und Asche transformiert. Versicherungsschaden: rund 21 Millionen Euro.

Dass der größte Arbeitgeber am Ort nur knapp ein Jahr nach der Katastrophe wieder mit voller Kraft seine rund 400 Kunden just-in-time beliefern konnte, belegt: Not macht erfinderisch und schweißt Menschen zusammen. Mitarbeiter, Politik und Behörden, der Drehteileverband GvD und verständnisvolle Kunden ebneten den Weg für einen Neustart auf der grünen Wiese. Und sogar Wettbewerber leisteten Überbrückungs- und Anschubhilfe, in dem sie auf die Lieferung bestellter Maschinen zugunsten von Sauter verzichteten. Aber das würde jetzt ein seitenfüllendes Lehrstück für sich. Darum kurz: Sauter erhob sich wie Phönix aus der Asche und produziert seit Mai 2008 im Bärenthaler Gewerbegebiet Eschle in einer neu erbauten Halle; 110 m lang und 40 m breit. Hinzu kommen 700 m² Büroflächen für AV, Verwaltung und Sozialräume.

In der Vorzeige-Produktionshalle reihen sich in vier Doppelsträngen mittlerweile mehr als 100 CNC-Drehmaschinen von Star, Takamaz, Doosan, Citizen/Boley und Emco. Optischer Eindruck: So fertigt man heute!

Gemeinsamer Nenner aller Maschinen ist die automatisierte Materialzuführung mit Lademagazinen von FMB. Gerald Sauter, Geschäftsführer Sauter Drehteile Bärenthal GmbH: „Wir setzen seit 1996 auf FMB Lademagazine. Die Magazine sind flexibel, zuverlässig und durchgängig einfach zu bedienen. Außerdem sind die FMB Mitarbeiter für uns zuverlässige Partner – verbindlich in ihren Zusagen und im Service immer lösungsorientiert.“ Ganz besonderes Lob erntet FMB für den Einsatz in der Wiederaufbauphase. „Zu der Zeit hatten alle Firmen prall gefüllte Auftragsbücher. FMB hat Extraschichten gefahren und innerhalb von 4 Monaten zusätzlich 60 Lademagazine für uns produziert.“

Und so ist Sauter heute auch so etwas wie ein FMB Vorzeigebetrieb für unterschiedlichste Modelle wie FMB micromag, FMB minimag 18, die sehr erfolgreichen FMB turbos, Modelle 2-18, 3-26, 3-36, 5-55 und den FMB turbo 10-65 XT.

Bild rechts: Gemeinsamer „Nenner“: Die Sauter Drehteile Bärenthal GmbH automatisiert ihre Drehmaschinen von Star, Takamaz, Doosan, Citizen/Boley und Emco konsequent mit Stangenlademagazinen von FMB.

Alles in allem verfügt Sauter über einen sehr vielseitigen Maschinenpark für die Drehteileherstellung von der Stange mit Durchmessern von 1 bis 76 mm und bis zu 600 mm Länge. Das Teilespektrum reicht von einfach bis komplex und bedient Bedarfe aus der Elektro- und Fahrzeugindustrie, für Hydraulik, Waagenbau, Feinwerktechnik, Werkzeug- und Apparatebau über Chirurgie-, Dental-, und Medizintechnik bis hin zur Beschlägeindustrie. Entsprechend den unterschiedlichen Kundenanforderungen spannt sich der Bogen bei den Materialien von Buntmetallen über VA-Stählen und Titan bis hin zu technischen Kunststoffen.


Geschäftsführer Rolf Sauter: „Wir bearbeiten in unserer Fertigung bis zu 1.600 verschiedene Aufträge parallel. In Spitzenzeiten arbeiten unsere 90 Mitarbeiter bis zu 16 Schichten in der Woche.“

Bei typischen Losgrößen zwischen 500 bis 2000 Teilen bedeutet das dann bis zu 40 Umrüstungen am Tag. Wobei hier der Hinweis nicht fehlen darf, dass Sauter auch für Losgrößen ab 50 Stück bis hin zu 500.000 Teilen eine 1. Adresse ist.

Bild links: Die Geschäftsführer Gerald und Rolf Sauter

Bild unten: 110 m lang, 40 m breit: In der neuen Halle in Bärenthal fertigt Sauter mitt-lerweile auf über 100 CNC-Maschinen Präzisionsteile für rund 400 Kunden aus allen Branchen.


Text und Bild: Klaus Hennecke

Kontakt:

FMB: www.fmb-machinery.de

SAUTER: www.sauter-cnc.de

Anmerkungen:

Firmenprofil Sauter:
Die Sauter Drehteile Bärenthal GmbH bearbeitet alle zerspanbaren Werkstoffe von 1 bis 76 mm Durchmesser – einbaufertig, gefräst, geschliffen, gehont, geläppt, poliert, gehärtet, vergütet und in allen gängigen Oberflächenbehandlungen. Mit über 100 CNC-Lang- und RevolverDrehmaschinen sowie mit einem seit 1956 gewachsenen Know-how und schwäbischem Engagement begegnen die 90 Mitarbeiter den vielfältigen technischen Anforderungen ihrer gut 400 Kunden auf 4.400 qm Produktionsfläche.

Firmenprofil FMB:
Seit 1980 ist der Name FMB ein Begriff in der Welt des Drehens. Die FMB turbo Stangenlademagazine gibt es derzeit für Stangendurchmesserbereiche von 2-20 mm, 3-26 mm, 3-36 mm, 5-55 mm, 8-80 mm sowie 40-100 mm, jeweils für Stangenlängen von 3.200 mm, respektive 4.200 mm. Ergänzt wird das FMB Lieferprogramm um die Modelle micromag 0,8-18 und minimag 20, das Topmodell turbo 8-80 XT sowie den Kurzstangenlader SL 80/SL80S. Für die Stangenladeautomation von Mehrspindeldrehautomaten stehen die FMB-Modelle MT 42, MT 65 und MT 100. Der FMB-Maschinenbau ist von Haus aus solide und langlebig. Bauartbedingt arbeiten die FMB-Magazine sehr geräusch- und vibrationsarm. Sensorik, Antriebe und Steuerung repräsentieren den jüngsten Stand der Technik. So sorgen moderne Steuerungen mit Klartextanzeige für einfache Bedienung und eine zuverlässige Interaktion mit allen am Markt gängigen CNC-Steuerungen. Die erforderlichen Einstellungen, wie Positionsparameter und Einschubkräfte programmieren Anwender via Tastendruck am übersichtlichen Bedientableau stets schnell und zielsicher. Die zeitraubende und fehlerbehaftete Justage von Endschaltern entfällt völlig. Die Bedienergonomie ist vorbildlich. Das Nachlegen von Material gelingt ohne Klimmzüge und Verrenkungen. Stangenwechsel erledigen die FMB turbos innerhalb von 26 Sekunden. Wobei Anwender Vorschubkraft und Einschubgeschwindigkeit entsprechend der Stangendurchmesser präzise einstellen können. Die Rücklaufge-schwindigkeit erreicht bis zu 600 mm/s. Der anschlaglose Vorschub der XT-Baureihe positioniert auf einige Hundertstel mm genau.