Profit auf dem Tablett serviert

Motek-Premiere: FMB präsentierte das neue, kompakte, hochkapazitive Be- und Entladesystem unirobot-XP

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Ob beim Einsatz von CNC-gesteuerten Drehmaschinen, Fräs- und Bohrzentren, ob bei Pressen, Stanzen oder anderen Produktionsmaschinen und –anlagen, der globale Kostenwettbewerb der Standorte zwingt hiesige Unternehmen immer öfter zu längeren Maschinenlaufzeiten, damit sich diese „Kapitalanlagen“ überhaupt noch verzinsen. Für den wirtschaftlich auskömmlichen Mehrschichtbetrieb braucht es aber erstens qualifiziertes Personal und das zweitens in ausreichender Zahl, was drittens in Summe einen erheblichen kalkulatorischen Kostenfaktor bildet – selbst bei Mehrmaschinenbedienung. In Konsequenz avancieren die innerbetriebliche sowie die maschinenintegrierte Automation der Materialflüsse zu einem Muss. Entsprechend dem steigenden Bedarf nach Automationslösungen bietet der Markt immer mehr Angebote zum Beispiel für das Be- und Entladen von WZM.

Freilich: Damit sich Investitionen in eine automatisierte Fertigungszukunft optimal und nachhaltig rechnen, benötigen Anwender moderne Automationstechnik aus einem Guss, plus vor allem auch einen entsprechend leistungsfähigen wie leistungswilligen Integrationspartner mit Expertise. Und hier trennt sich die Spreu vom Weizen.

FMB steht seit 1980 für innovative Automationstechnik, Applikations-Knowhow bis ins kleinste Detail sowie eine reaktionsschnelle Serviceorganisation, die Anwender von der Beratung, über Installation und Schulung bis hin zu Wartung und Reparatur dauerhaft zuverlässig unterstützt. Weltweit rund 20.000 ausgelieferte Stangenlademagazine sprechen für sich. Und auch der 2001 erstmals präsentierte Roboter-basierte Automationsbaukasten FMB unirobot erfreut sich einer stetig steigenden Nachfrage.

FMB Geschäftsführer Helmut Wichtlhuber: „Wir haben mit unirobot mittlerweile mehr als 220 kundenindividuelle Lösungen realisiert und damit unterschiedlichste Dreh-, Fräs-, Schleifmaschinen, Pressen, Messmaschinen und vieles mehr automatisiert. Im vergangenen Jahr hat sich unser unirobot-Baukasten erstmals auch für die Automation komplexer Montagevorgänge bewährt. Bei Fresenius Medical Care in Schweinfurt montiert eine unirobot-Zelle mit zwei Robotern aus neun Einzelteilen Pumpen für Dialysegeräte – komplett mannlos, inklusive eines ersten Funktionstest.“

Unirobot´s Erfolgsstory dürfte sich fortsetzen. Auf der Motek 2009 präsentierte FMB erstmals öffentlich live an einem Bearbeitungszentrum die neue Automationszelle unirobot-XP. Das universell an unterschiedlichsten Maschinen einsetzbare Be- und Entladesystem integriert bei einer Stellfläche von lediglich 1.400 x 1200 mm² einen 6-achsigen Industrieroboter von Motoman sowie ein Palettenmagazin für bis zu 14 jeweils 600×400 mm² große Werkstückträger. Die Aufnahmen für die Werkstückträger lassen sich im gut zugänglichen Palettenschacht durch eine Rasteinteilung ruck zuck auf unterschiedliche Werkstückhöhen einstellen. In Kombination mit den kostengünstig auch in Eigenregie herstellbaren Rasteraufnahmen für Roh- und Fertigteile, bietet der unirobot-XP hinsichtlich der Teileabmessungen weitreichende Freiheiten.

Das Handling der Werkstückträger innerhalb der Automationszelle erledigt ein integrierter Palettenwechsler. Der Roboter übernimmt vollautomatisch alle Be- und Entladetätigkeiten sowie steuert alle Komponenten der Zelle. Für Anwender ist die FMB-Neuheit somit eine weitere schlüsselfertige Komplettlösung, die mechanisch und steuerungstechnisch an (fast) beliebigen CNC-gesteuerten Werkzeugmaschinen, Pressen, Stanzen und vielen anderen Produktionsanlagen zumeist binnen weniger Stunden installiert ist.

Ein weiteres Plus: Die ergonomisch konzipierte und als solide Schweißkonstruktion realisierte unirobot-Zelle wird vor dem Arbeitsraum der Maschine auf Schienen gesetzt. Sie lässt sich mit wenigen Handgriffen um 1.000 mm verschieben, wodurch der Arbeitsraum zugänglich bleibt.

Für die mechanische und elektrische Kopplung von Roboter und CNC-Maschine hat FMB eine kostengünstige und umrüstfreundliche Einheitsschnittstelle realisiert. Programmiert wird der unirobot im TeachIn-Verfahren. Das Bedientableau ist abnehmbar und hinsichtlich Formgebung und dem Gewicht von etwa 1,3 kg handlich. Programmparameter und Programmablauf werden durch ein hochwertiges 6,5“ LCD-Farbdisplay visualisiert. Sogar eine Schnittstelle für CF-Cards ist integriert. Als Betriebssystem dient Windows CE. Die Robotersteuerung Motoman NX100 integriert eine SPS und kann via RS-232C sowie Ethernet zum Beispiel zwecks Anlagenfernüberwachung Daten kommunizieren. Funktionen wie Not-Aus und Sicherheitssperre, Kollisionsvermeidung über frei definierbare Störbereiche und Kollisionserkennung durch Lastüberwachung der Roboterachsen schützen Bediener wie Anlage gleichermaßen vor den Folgen von Fehlbedienungen.

Der 6-achsige Knickarmroboter positioniert in seinem Aktionsradius von 859 mm mit einer beachtlichen Wiederholgenauigkeit von +/- 0,04 mm bis zu 3 kg. Die Ausgriffweite misst 684 mm. Wobei diese Daten für die FMB-Neuentwicklung keine Einsatzgrenze markieren. Helmut Wichtlhuber: „Bei Bedarf können wir die Automationszelle selbstverständlich auch mit größeren Robotern ausrüsten. Das Konzept ist flexibel skalierbar und lässt sich durch zahlreiche Zusatzoptionen individuell erweitern.“

Abgerundet wird das unirobot-System zum Beispiel durch integrierbare Wendestationen für Werkstücke, Entgratfunktionen, Markiersysteme, Türautomatiken für die Werkzeugmaschine, Prüf- und Messeinrichtungen, SPC und QS-Schnittstellen, bis hin zur Anlagenfernüberwachung mittels Telefon via SMS.

Bild 1: Die universell einsetzbare Automationszelle unirobot-XP integriert bei einer Stellfläche von lediglich 1.400 x 1200 mm² einen 6-achsigen Industrieroboter von Motoman sowie ein Palettenmagazin für bis zu 14 jeweils 600×400 mm² große Werkstückträger.
Die Aufnahmen für die Werkstückträger lassen sich im gut zugänglichen Palettenschacht ruck zuck auf unterschiedliche Werkstückhöhen einstellen.

Bild 2: Das Handling der Werkstückträger innerhalb der Automationszelle erledigt ein integrierter Palettenwechsler. Die Rasteraufnahmen für Roh- und Fertigteile können Anwender auch in Eigenregie herstellen.

Bild 3: Programmiert wird der unirobot im TeachIn-Verfahren. Das Bedientableau ist abnehmbar und hinsichtlich Formgebung und dem Gewicht von etwa 1 kg handlich. Programmparameter und Programmablauf werden durch ein großes, hochwertiges TFT-Farbdisplay visualisiert.

Bild 4: Für den unirobot HP3L-XP offeriert FMB individuelle Greifer, mit zwei oder drei Backen, mit Vakuumspannung wahlweise in Einfach- oder Doppelausführung.

Bild 5: FMB Geschäftsführer Helmut Wichtlhuber: „Wir haben mit unirobot mittlerweile mehr als 220 kundenindividuelle Automationslösungen realisiert…“

Kontakt:

www.fmb-machinery.de