Produktentwicklung – wissensbasiert und kundenorientiert

Sandvik Coroman setzt bei Forschung und Entwicklung konsequent auf die Bedürfnisse seiner Kunden und effektives Wissensmanagement. Auch in der Krise investiert das Unternehmen überdurchschnittlich in Research & Development.

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Mit innovativen Produkten und Lösungen die Produktivität seiner Kunden zu steigern und Produktivitätslücken zu schließen, ist ein erklärtes Ziel von Sandvik Coromant, dem Weltmarktführer für metallzerspanende Präzisionswerkzeuge. Deshalb bietet das schwedische Unternehmen nicht nur hochinnovative Produkte, sondern trägt als Engineering-Partner mit umfassenden Lösungen, Beratung und Dienstleistungen dazu bei, die Effizienz aller Produktionsprozesse seiner Kunden signifikant zu steigern.

F&E-Investitionen sichern Wachstum
Um diesem hohen Anspruch gerecht zu werden, misst Sandvik Coromant dem Bereich Research & Development einen hohen Stellenwert bei. Jährlich investiert das Unternehmen 6 Prozent seines Umsatzes in die Entwicklung von Know-how, neuen Technologien und Produkten – das ist doppelt so viel wie der Branchendurchschnitt. „Daran werden wir auch in der Krise festhalten“, bekräftigt Kenneth Sundberg, Manager Marketing und Business Development bei Sandvik Coromant Deutschland. „Denn Basistechnologie-, Produkt- und Verfahrensentwicklung sind die Bausteine für eine erfolgreiche Entwicklungsstrategie und tragen entscheidend dazu bei, zukünftiges Wachstum zu sichern.“

Seinen Investitionen in Forschung & Entwicklung verdankt Sandvik Coromant nicht nur seine Marktführerschaft, sondern auch seine Innovationsführerschaft. Das Produktsortiment umfasst aktuell rund 30.000 Produkte; etwa 2.000 kommen jedes Jahr hinzu. Teil der Strategie ist auch, dass Innovationen patentiert werden. Derzeit hält Sandvik Coromant etwa 2.000 Patente.

Knowledge Driven Design
Bei der Produktentwicklung folgt Sandvik Coromant einem wissensbasierten Ansatz: Sämtliche Forschungsresultate sowie die Erkenntnisse aus Kundenkontakten werden in einer intranetbasierten Wissensdatenbank zusammengetragen, auf die alle Sandvik Coromant-Entwickler weltweit zugreifen können. Mit dieser Datenbank erweitert das Unternehmen kontinuierlich seine Basistechnologie – sowohl hinsichtlich der Erfahrungswerte zu den Variablen einzelner Produkte als auch in Bezug auf das Wissen um Prozesse. Der Vorteil: Alle Ergebnisse sind präzise dokumentiert und dienen als Basis für ein systematisches, strukturiertes Vorgehen im weiteren Produktentwicklungsprozess.
Weitere zentrale Prinzipien des Knowledge Driven Design sind eine proaktive Produktentwicklung, die Arbeit in Entwicklungsteams, die Trennung von Basistechnologie- und Produktentwicklung sowie das Verfolgen breiter Lösungsansätze. Als Ergänzung zu den realen Werkzeugtests werden mehr und mehr Computersimulationen durchgeführt. So ist es möglich, ohne großen Umrüstaufwand Testparameter einfach per Mausklick zu verändern. Auch wenn heutige Computersimulationen sehr valide sind, werden sie ausschließlich ergänzend zu und nicht anstelle von realen Tests durchgeführt.

Kundengetriebene Produktentwicklung
Ist erst einmal eine Basistechnologie vorhanden, folgen die weiteren Schritte der Produktentwicklung konsequent den Bedürfnissen der Kunden. Dabei legt Sandvik Coromant großen Wert auf die sogenannten Kundenwerte, also die zentralen Anforderungen, die die Kunden an ein Werkzeug für einen bestimmten Produktionsprozess stellen. So legen beispielsweise bei Planfräsanwendungen viele Kunden Wert auf größtmögliche Schneidkanten-Sicherheit und Verschleißresistenz der Schneidkanten-Geometrie. Sind die Kundenwerte identifiziert, wird geprüft, inwieweit vorhandene Produkte diese Anforderungen erfüllen (Abstimmen auf Kundenbedürfnisse). Auf dieser Basis werden dann die erforderlichen Produkteigenschaften festgelegt, zum Beispiel reduzierte Gratbildung, hohe Schnittgeschwindigkeiten oder lange Standzeiten, genau abgestimmt auf die jeweilige Anwendung. Die Anforderungsmatrix dient als Grundlage für die Entwicklung eines Prototyps (Umsetzung) und schließlich einer Lösung für den industriellen Einsatz. Während der Entwicklung werden die Produkteigenschaften konstant mit den Kundenwerten abgeglichen. Dieser Ansatz heißt QFD (Quality Function Deployment). Im Rahmen der Testphase und der Produkteinführung beim Kunden weltweit werden weitere Erkenntnisse über die Qualität und Praktikabilität der Lösung gewonnen. Dabei findet ein ständiger Soll/Ist-Abgleich statt.

Eine Frage der Ressourcen
Der Bereich Forschung und Entwicklung von Sandvik Coromant ist auf drei Standorte in Schweden verteilt und beschäftigt insgesamt über 400 Mitarbeiter. In Sandviken ist der Bereich Schneidwerkzeuge mit der Forschung zu Zerspanungstechnologie, Verfahrens- und Produktentwicklung, Produktkonstruktion sowie dem weltweiten CAD/CAM-System angesiedelt. In Västberga bei Stockholm hat die Material- und Prozessentwicklung für Schneidstoffe ihren Sitz. Hier befinden sich die Forschungslabors für Hartmetallherstellung, Beschichtungen und Analysen sowie Maschinen für Zerspanungsversuche. Bei der Fertigungsentwicklung in der Hauptproduktionsstätte des Unternehmens in Gimo schließlich werden Untersuchungen zur Qualität und Prozessfähigkeit der Produkte durchgeführt, Produktionsmethoden analysiert sowie CAM-Systeme und -Methoden getestet.

Kontakt:

www.coromant.sandvik.com/de

Anmerkungen:
Zum Unternehmen:
Sandvik Coromant ist Weltmarktführer für Präzisionswerkzeuge im Bereich der Metallzerspanung. Das Unternehmen wird durch eigene Verkaufsmitarbeiter und Zerspanungsspezialisten in über 60 Ländern vertreten und hat weltweit rund 7.900 Mitarbeiter. Ausschlaggebend für den globalen Erfolg ist die Positionierung als umfassender Service-Dienstleister und Produktivitätspartner der Kunden: Von der Beratung und Fertigungsplanung über die eigentlichen Werkzeuge bis hin zum Recycling der verbrauchten Schneidplatten bietet das Unternehmen alles an, was der Kunde für eine produktive Nutzung seiner Maschinen benötigt. Sandvik Coromant führt rund 25.000 Produkte im Sortiment. Kern des Angebotes sind Werkzeuge zum Drehen, Fräsen und Bohren. Darüber hinaus gibt es Aufbohrwerkzeuge, modulare Werkzeugsysteme, maßgeschneiderte „Tailor Made“-Werkzeuge und Vollhartmetallwerkzeuge, Sonderwerkzeuge sowie spezielle Entwicklungen für die Luft- und Raumfahrtindustrie, den Formen- und Gesenkbau und die Kleinteilfertigung. Das Angebot wird jährlich um etwa 2.000 neue Werkzeuge erweitert.