CERATIZIT produziert Hartmetalleinsätze für HILTI-Bohrer

Kundenstory zur Entwicklung von maßgeschneiderten Bohrerplatten

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HILTI, der CERATIZIT Großkunde im Bereich Gesteinsbearbeitung, hat seinen Sitz im Fürstentum Liechtenstein. HILTI kauft seit 1985 beim Hartmetallexperten CERATIZIT seine sämtlichen Hartmetall-Bohrerplatten. Denn auf der Grenzfläche zwischen Bohrer und Untergrundmaterial spielt das Hartmetall von CERATIZIT seine Stärken perfekt aus und ermöglicht lange Standzeiten. Jan Doongaji, Senior Vice President Business Unit Drilling & Demolition bei HILTI: „Gerade die Produkte, in denen Hartmetall von CERATIZIT steckt, werden von den Kunden als sehr stark differenziert wahrgenommen.“

„In den 90er Jahren entwickelte HILTI als weltweiter Markt- und Technologieführer im professionellen Bohrergeschäft zusammen mit CERATIZIT die Idee, einen geschweißten Vollkopfbohrer auf den Markt zu bringen. Das war die Geburtsstunde einer intensiven Entwicklungskooperation“, erinnert sich Dr. Wolfgang Böhlke, Leiter Entwicklung Verschleiß CERATIZIT Luxemburg. Die Vollkopflösung der HILTI-Bohrer ist bis heute einzigartig. Es gibt keine einzelnen Hartmetallstifte und Platten, die in den Stahlkörper eingesetzt werden, sondern nur einen Kopf, der auf den Stahlkörper gelötet oder geschweißt wird.
Georg Schmid, Bereichsleiter Werkzeugfertigung bei HILTI, erklärt: „Da der Bohrkopf komplett aus nur einem Hartmetallteil besteht, haben wir mehr Freiheit bei der Gestaltung der Schneidenanordnung, was insgesamt zu besseren Bohrleistungen führt.“

Einzigartige Vollkopflösung gewinnt EPMA-Award
Der Fügeprozess gilt als heikelster Schritt bei der Bohrerfertigung. Schmid: „Hartmetall und Stahl sind eher ungleiche Partner bei Eigenschaften wie Sprödheit und Wärmeausdehnung. Die kritische Stelle für Brüche ist ohne Zweifel die Verbindungsstelle zwischen Stahl und Hartmetall.“ Um diesem Problem vorzubeugen, haben HILTI und CERATIZIT einen Vollkopfbohrer mit Gradientenaufbau entwickelt. Das bedeutet, dass an der Spitze das Hartmetall äußerst hart und fest ist und an der Stahlseite eher zäh. Der Gradient im Hartmetall verbindet also zwei Eigenschaften: eine gute Verschleißfestigkeit an der Spitze und eine stabile Schweißverbindung mit dem Stahlschaft. Der von HILTI und CERATIZIT gemeinsam entwickelte Gradienten-Vollkopfbohrer in C3X-Geometrie wurde sogar als beste pulvermetallurgische Entwicklung auf der EPMA-Konferenz 2006 in Gent ausgezeichnet (EPMA = European Powder Metallurgy Association).

Die Zusammenarbeit von HILTI und CERATIZIT „geht bis hin zu Grundlagenthemen wie der Entwicklung von neuen Schneidstoffen“, so Dr. Till Cramer, Head of Consumables Development BU Drilling and Demolition bei HILTI: „HILTI strebt dauernd nach Differenzierung am Markt. Der Schneidstoff stellt eine Schlüsseltechnologie für die Differenzierung eines Bohrers dar“, weiß der Bohrexperte. „Was wir an CERATIZIT schätzen, ist die enorme Bereitschaft, solche Entwicklungen mit uns zu betreiben.“ Vice President Doongaji fügt hinzu: „Es hat auch etwas mit Vertrauen und Tradition zu tun. Wir haben bereits mehrere Generationen von Bohrern zusammen entwickelt, was es uns ermöglicht, gemeinsam zum nächsten Kompetenzniveau zu wechseln.“

Anforderungen an Hartmetall für die Bohrindustrie
Die Anforderungen an das Hartmetall ergeben sich aus den Anforderungen an den Bohrer selbst und diese steigen stetig. Das zu bearbeitende Material wird immer härter, und die Bohrhämmer werden immer leistungsstärker. CERATIZIT Entwicklungsleiter Böhlke meint dazu: „Die Anforderungen ans Hartmetall sind grundsätzlich höchster Verschleißwiderstand beim Bohren in sehr abrasive Betone und ausreichende Zähigkeit beim Treffen auf Armierungen im Beton. Das erfordert vom Hartmetall auch eine gute Verschweißbarkeit mit dem Stahlschaft des Bohrers.“ Und diese Fähigkeiten werden bei HILTI in einem äußerst anspruchsvollen Prüffeld für Neuentwicklungen sehr intensiv getestet. Dr. Cramer: „HILTI entwickelt neben den Bohrern auch die Geräte wie Bohrhämmer und Kombihämmer. Dadurch können die beiden Komponenten Werkzeug und Gerät perfekt aufeinander abgestimmt werden. Wer mehrere hundert Löcher am Tag bohrt, stellt den Unterschied fest.“

Bohrerfertigung in Kaufering
Die Bohrer selbst werden nicht in Liechtenstein, sondern in Kaufering in Bayern produziert. Das Bohrerspektrum von HILTI reicht von 5 mm Durchmesser (Länge 120 mm) bis zu 40 mm Durchmesser (Länge 920 mm).

HILTI setzt auf innovative Lösungen am Bau
HILTI, ein Markenname, der unter Profis schon längst zum Synonym für Bohrhämmer und weitere Gerätesysteme geworden ist, steht mit seinen knapp 20.000 Mitarbeitern für innovative Lösungen für den Profi am Bau. Und das mit Erfolg. Die HILTI-Gruppe ist 2007 bereits das vierte Jahr in Folge zweistellig gewachsen und bringt pro Jahr mehr als 30 neue Produkte auf den Markt.

Hartmetallexperte CERATIZIT steht für „hard material matters“
CERATIZIT S.A. – 2002 hervorgegangen aus der Fusion der Unternehmen CERAMETAL und Plansee Tizit – ist Pionier und Global Player für anspruchsvolle Hartstofflösungen. Das Unternehmen operiert von Mamer in Luxemburg aus. In ausgewählten Industriebereichen ist die 50-prozentige Tochter der Plansee Gruppe Weltmarktführer für einzigartige, konsequent innovative Hartstoffprodukte für Verschleißschutz und Zerspanung. Davon profitieren Kunden u.a. aus der Automobilindustrie, dem Maschinenbau, der Petroindustrie, der Medizintechnik, der Elektronik und dem Werkzeug- und Formenbau. 400 aktive Patente besitzt CERATIZIT weltweit. Im Jahr 2007 erreichte das Unternehmen ein Umsatzvolumen von 600 Mio. Euro und beschäftigte über 4000 Mitarbeiter.

Bild 1: Auf der Grenzfläche zwischen Bohrer und Untergrundmaterial spielt das Hartmetall von CERATIZIT seine Stärken perfekt aus und ermöglicht lange Standzeiten.

Bild 2: Gradienten-Vollkopfbohrer in C3X-Geometrie 4-16 mm – beste pulvermetallurgische Entwicklung auf der EPMA-Konferenz.

Bild 3: HILTI ist seit 1985 Kunde von CERATIZIT und kauft bei dem Hartmetallexperten seine sämtlichen Hartmetall-Bohrerplatten.

Kontakt:

www.Ceratizit.com