Zwei in einem

Sonderfräser aus dem Standardprogramm

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Die Amada Austria GmbH im niederösterreichischen Ternitz fertigt hochqualitative Abkantwerkzeuge. Dabei sind auch einige Fräsoperationen notwendig. Bei den Werkzeugen vertraut Amada deshalb auf die Kompetenz der WALTER AG: Mit zwei Sonderwerkzeugen, die aus dem Standardprogramm heraus entwickelt wurden, ließ sich eine eindrucksvolle Produktivitätssteigerung erzielen.

Pro Monat fertigt Amada Austria auf CNC-gesteuerten Fräsmaschinen etwa 3500 Abkantwerkzeuge, die in rund 1200 Varianten (100 Grundprofile und 240 Produktgruppen) erhältlich sind. Diese Abkantwerkzeuge, die aus gehärtetem Chrom-Molybdän-Stahl bestehen, werden vorbearbeitet und zur Erzielung höchster Genauigkeit teilweise erst nach der Wärmebehandlung mit WALTER-Tools fertig gefräst.

Produktionszeit halbiert, Standzeit verdreifacht
Für die Fräsoperationen kommen zwei verschiedene Werkzeuge zum Einsatz. Zum einen ein Eckfräser mit 80 mm Durchmesser. Dieses Sonderwerkzeug, das WALTER aus einem Standard-Xtra.tec-Fräser entwickelt hat, bietet aufgrund spezieller Wendeschneidplatten sehr ruhige Schnitte. Zudem lassen sich mit dem auf die Anforderungen von Amada entwickelten Eckfräser zwei Fräsoperationen in einem Werkzeug kombinieren, wodurch nur noch eine Aufspannung notwendig ist.
Der Erfolg: Amada konnte die Produktionszeit halbieren, der Ausstoß der Abkantwerkzeuge hat sich dadurch verdoppelt. Ein Igelfräser (ebenfalls 80 mm) mit PVD-beschichteten Wendeschneidplatten, der eine weitere Fräsoperation durchführt, stammt aus dem Xtra.tec-Programm und wurde auf den Bedarf von Amada gekürzt. Dadurch arbeitet das Werkzeug nunmehr stabiler, und die Standzeit hat sich in diesem Bearbeitungsfall verdreifacht.

Amada erfolgreich in Österreich
Das in der Metallindustrie tätige Unternehmen Amada ist eine 100-prozentige Tochter des japanischen Amada-Konzerns, einem der weltweit größten Maschinen- und Werkzeughersteller. Mitte der achtziger Jahre entschloss sich der Konzern, in Europa eine Produktionsstätte für die Fertigung von Bimetall-Sägebändern und Abkantwerkzeugen zu errichten. Nach intensiver Prüfung verschiedener Standorte fiel die Wahl auf die niederösterreichische Stadt Ternitz.

Seit der Gründung im Jahr 1986 firmiert das Unternehmen unter der Bezeichnung Amada Austria GmbH. Im Juli 1987 begann die automatische Großserienfertigung von Bimetallsägebändern für den Einsatz auf vollautomatischen Bandsägemaschinen. Oktober 1988 kam dann die Fertigung von Abkantwerkzeugen für die Blechbearbeitung auf CNC-Abkantpressmaschinen hinzu. Im Frühjahr 2001 wurde das Werk ausgebaut mit dem Ziel, künftig eine Erweiterung der Produktionskapazitäten in der Sägebandfertigung zu erreichen. Die Produktion von hartmetallbestückten Sägebändern ging im Frühjahr 2003 erfolgreich an den Start.

Im Januar 2000 eröffnete der Hersteller zudem im Raum Düsseldorf die Vertriebsniederlassung Amada-Sägetechnik Deutschland. Sie deckt den Vertrieb von Bandsägemaschinen ab und ist für den Export in alle EU-Länder verantwortlich. Im Rahmen der Expansion hat Amada Austria im Juni 2004 auch die französische Schwestergesellschaft Amada-Techni-Scia übernommen. Diese Vertriebsniederlassung betreut die Märkte Frankreich, Spanien und Nordafrika im Sägegeschäft, zu dem Bandsägeblätter und Bandsägemaschinen sowie Serviceleistungen gehören.

Mit guten Produkten in die Welt
Auf der Basis einer innovativen, flexiblen und kundenorientierten Unternehmenspolitik setzt Amada Austria die Anforderungen der Anwender in optimale Lösungen um. Darüber hinaus trägt umfassendes Know-how und langjährige Erfahrung in der Fertigung von qualitativ hochwertigen Sägebändern und Abkantwerkzeugen seit Jahren dazu bei, sich bestens auf den internationalen Märkten zu positionieren.
Amada exportiert heute die in Österreich unter Anwendung modernster Herstellungsverfahren erzeugten Produkte erfolgreich in die Europäische Union sowie andere europäische Staaten und die USA. Garant für die hohe Qualität der gefertigten Produkte ist eine sehr hohe professionelle Kompetenz und deren kontinuierliche Verbesserung. Hinzu kommt ein seit Januar 1997 bestehendes und von Lloyd’s Register zertifiziertes Qualitätssicherungssystem nach ISO 9001.

Autor: Dr. Detlef Sandern, PRX, Stuttgart

Bild 1: Peter Vogt, Leiter Technik Abkantwerkzeuge (links) und Gerhard Kubik, Systemberater Zerspanung bei Montanwerke WALTER mit dem speziell für Amada entwickelten Sonderwerkzeug.

Bild 2: Eines der vielen Abkantwerkzeuge, die mit den WALTER-Fräsern bearbeitet werden.

Bild 3/4: Der Eckfräser (links) ist ein aus einem Standard-Xtra.tec-Fräser entwickeltes Sonderwerkzeug, mit dem zwei Fräsoperationen in einem Werkzeug kombiniert werden können. Der Igelfräser (rechts) aus dem Xtra.tec-Programm wurde auf den Bedarf von Amada gekürzt, womit das Werkzeug stabiler arbeitet.

Kontakt

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