Hoher Spanndruck spart Ressourcen

Hydraulische Hochdruck-Spannelemente verbessern signifikant die Rohstoff- und Energieeffizienz des Herstellers - und auch der Anwender

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Die weltweite Klima- und Umweltschutzdebatte ist jetzt auch in der Industrie angekommen. Hohe Energie- und Rohstoffpreise erfordern insbesondere von der verarbeitenden Industrie neue Wege im Hinblick auf den effizienten Einsatz von Energie und Rohstoffen. Gerade das mittelständische Unternehmen ROEMHELD aus dem hessischen Laubach nimmt hier eine Vorreiterrolle bei der praktischen Umsetzung umweltrelevanter Maßnahmen ein. Doch nicht nur die Kosteneffizienz, die seit jeher im Mittelpunkt der Anstrengungen liegt, sondern auch die Sorge um die Zukunft der sensiblen Umwelt lässt das Unternehmen bewusst über Möglichkeiten nachdenken, Produktionsprozesse und die Produkte hinsichtlich einer effizienteren Ausnutzung der Ressourcen zu optimieren.

Gesamtprozess im Auge behalten

Schon bei der Entwicklung neuer Produkte stehen der effiziente Einsatz von Rohstoffen und eine stetige Verbesserung der Ökobilanz im Fokus der Entwicklungsanstrengungen. Darüber hinaus auch der Gedanke, dass der Kunde beim Betrieb seiner Anlage zusätzliche Ressourcen einsparen kann. Und das auf Basis technisch weltweit führender Standards, die ROEMHELD vorgibt.

Das sich bisher auf den Austausch herkömmlicher Glühbirnen durch Energiesparlampen und weiterer einfacher Maßnahmen reduzierte Sparverhalten, wird jetzt Zug um Zug auch auf die einzelnen Prozesse der Herstellung und der späteren Anwendung beim Kunden ausgedehnt. Die Ingenieure und Fachleute beziehen die Cost of Ownership mit in Ihre Entwicklungsgedanken ein – und denken bis hin zum Ende eines Lebenszyklusses, der Entsorgung.

Kleine Schritte oder großer Sprung?

Sicherlich ist es wichtig, auch 5 oder 10 % bei der Versorgung der Produktionsstätten mit Wärme, Wasser, Kälte oder Licht zu sparen. Allein die Mehrfachnutzung von Wasser kann signifikante Einsparungen als Ergebnis bringen. Jeder kleine Schritt hilft, auch im Bewusstsein der Mitarbeiter, dem Ziel die Umwelt zu schonen, näher zu kommen. Aber die gewünschten Ergebnissprünge werden meist nur durch neue Konzeptionen und Ansätze erreicht.

Bei ROEMHELD bedeutete das, gegen den Trend technologisch anspruchsvolle Entwicklungen durchzusetzen. Geht insbesondere der asiatische Wettbewerb den Weg, mit niedrigeren Drücken Spannsysteme zu betreiben, hat ROEMHELD einen anderen konstruktiven, technisch schwierigeren Ansatz gewählt und erhöht den Spanndruck auf bis zu 500 bar. Die Effekte sind verblüffend: Die Spannelemente können bei höherer Spannkraft signifikant kleiner konstruiert werden und kleine Spannelemente sparen:

– Stahl bei der Produktion,
– Öl, weil die kleineren hydraulischen Spannelemente weniger Füllmenge haben müssen,
– Energie, weil durch kleinere Spannelemente der Arbeitsraum besser ausgenutzt werden kann, die Werkstückzugänglichkeit erhöht wird und daraus folgend mehr Arbeitsgänge in einer Aufspannung durchgeführt werden können, was letztlich die Produktionszyklen verkürzt und den Gesamt-Energieverbrauch senkt.
– Betriebskosten, weil weniger Roh- und Hilfsstoffe während des Betriebs notwendig sind.
– Entsorgungskosten, weil am Ende des Lebenszyklusses weniger Materialien entsorgt werden müssen.

Und die Prozentsätze bei der Einsparung sind beachtlich: Die Hochdruck-Spannelemente haben ein um bis zu 80 Prozent geringes Bauvolumen als die Spannelemente, die bei niedrigeren Drücken arbeiten. Das bedeutet einen drastisch reduzierten Materialeinsatz und geringere Zerspanungsleistungen, die zur Fertigung der Spannelemente notwendig sind. Die Gesamtenergiebilanz von der Rohstoffgewinnung über Verhüttung bis zum Einsatz des fertigen Produkts fällt um bis zu 40 Prozent besser aus.
Und der Kunde hat einen weiteren kaufentscheidenden Vorteil: Bei weitaus höherer Leistungsdichte werden die Hochdruck-Spannelemente zu einem geringeren Preis als vergleichbare Niederdruck-Spannelemente angeboten. Dies zahlt sich aus. Die Nachfrage nach den Hochdruck- Spannelementen ist erfreulich hoch.

Spannaggregate im Abschaltbetrieb sparen Energie

Dass die Spannsysteme mit Spannaggregaten mit sich abschaltenden Motoren ausgestattet werden können, unterstützt die Energieeffizienz zusätzlich, auch wenn hier zunächst klar die Kosteneinsparung und die längere Lebensdauer der Motoren im Fokus der Entwicklungsingenieure standen. Wenn aber das Kostensparen letztlich auch der Umwelt zugute kommt, wird dies gerne in Kauf genommen.

Sensibilisiertes Umweltbewusstsein soll in alle Unternehmensprozesse einfließen

Die Möglichkeit, auch über den Tellerrand der eigenen Abteilung hinaus zu schauen hilft, den Gesamtprozess im Auge zu behalten. Das motiviert den Einzelnen, sich für das Ganze einzusetzen. ROEMHELD hat erkannt, dass die Sorge der Mitarbeiter um die Entwicklung der Umwelt auch für die eigenen Produktionsprozesse Verbesserungen nach sich ziehen kann. Dieses positive Engagement wird das Unternehmen in Zukunft verstärkt fördern. Und dieses Engagement hat neben dem Ausbau der technologischen Führerschaft von ROEMHELD auch die Schonung der Energie- und Rohstoffressourcen beim Kunden zur Folge, was sich in direkten Einsparungen ausdrückt.

Bild 1: Spannelemente mit gleicher Spannkraft
– Schwenkspanner links: Betrieb im Niederdruckbereich
(Masse = 7,0 kg, Ölvolumen = 100 %)
– Schwenkspanner rechts: Betrieb im Hochdruckbereich
(Masse = 2,1 kg, Ölvolumen = 26 %)

Bild 2:Abstützelemente mit gleicher Belastungskraft
– Abstützelement links: Betrieb im Niederdruckbereich (Masse = 6,3 kg)
– Abstützelement rechts: Betrieb im Hochdruckbereich (Masse = 0,8 kg)

Bild 3: Spannaggregat für den Abschaltbetrieb
Nach Erreichen des Spanndrucks wird der Antriebsmotor über einen Druckschalter abgeschaltet.

Anmerkungen:
Kontakt:
Römheld GmbH Friedrichshütte
Römheldstr. 1-5
35321 Laubach
Tel. +49 (0) 6405 / 89 – 0
FAX +49 (0) 6405 / 89 – 211

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