Hommel-Gruppe definiert sich neu

Millioneninvestitionen in Personal, Technikzentren, Kunden-Services und Ersatzteillogistik sowie grundlegend modernisierte Firmenzentrale sollen Kundennutzen nachhaltig erhöhen

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Mit der Neueröffnung der Zentrale in Köln, Mitte Januar, fand das umfassendste Investitionsprogramm in der 130-jährigen Geschichte der Hommel Gruppe so etwas wie einen vorläufigen Höhepunkt. Nach fast einem Jahr umfangreicher Umbaumaßnahmen präsentiert sich der Firmensitz des größten deutschen Handelshauses für Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen in einer komplett neu gestalteten, optisch sehr ansprechenden sowie funktional überzeugenden Innenarchitektur.
Neben modernen Büroeinrichtungen samt neuer EDV-Infrastruktur wurde vor allem in die angemessene Präsentation der von Hommel CNC-Technik und Hommel Präzision zum Teil seit 50 Jahren exklusiv in Deutschland vertretenen Produkte und Dienstleistungen investiert.

Hommel Geschäftsführer Gisbert Krause: „Mit den CNC-Maschinen von Okuma, Kellenberger und Sunnen adressieren wir an Anwender, die fertigungstechnisch in der 1. Liga spielen. Diesen Kunden geht es immer seltener um Maschine X oder Y, sondern um die Entwicklung schlüsselfertiger Lösungen. Ganz allgemein wollen die Kunden real sehen, anfassen und erleben, was wir zu bieten haben. Und da ist ein modern ausgestattetes Präsentationsumfeld obligat. Unsere neue Infrastruktur beschränkt sich nicht nur auf Ausstellungsflächen, sondern umfasst zudem multimedial ausgestattete Räume für Besprechungen, Präsentationen und Schulungen. Mit der Neueröffnung unserer Firmenzentrale sind wir auf dem neuesten Stand. Für unsere Kunden bedeutet das echten Mehrwert.“

Die Hommel CNC-Technik verfügt für die Präsentation und Demonstration der Drehmaschinen, Dreh-Fräszentren und Bearbeitungszentren von Okuma über 400 m². Ergänzt wird die Ausstellung um Automationslösungen, Spannmittel, Werkzeuge, bis hin zu Themen wie CAD-CAM und Steuerungssimulatoren.

Hommel Präzision zeigt in einer eigenen Halle auf mehr als 250 m² Ausstellungsfläche Schleifmaschinen von Kellenberger sowie Kreuzschleifmaschinen, Werkzeuge und Messgeräte aus dem umfangreichen Sunnen-Portfolio. Hinzu kommt ein separater, 14 m² großer Messraum für die µ-genaue Kontrolle, respektive Protokollierung von Werkstücken und Bearbeitungsergebnissen.

Einer der größten Einzelpositionen in Köln war die Modernisierung und Erweiterung des Zentrallagers. Es wurde auf mehr als 1.000 m² ausgebaut und nach neuesten logistischen und lagertechnischen Erkenntnissen organisiert. Herzstück ist ein über 400.000,00 EURO teures Paternoster-System. Insgesamt lagern in Köln nunmehr über 30.000 Verschleiß- und Ersatzteile im Wert von gut 5,5 Millionen Euro.

Die Neugestaltung der Kölner Hommel Zentrale ist freilich nur eine von zahlreichen Investitionen, durch die sich das Traditionsunternehmen neu definiert. So wurden seit dem Eigentümerwechsel vom Thyssen-Konzern zur Wollschläger Gruppe im Mai 2006 die 12 bundesweit verteilten Wollschläger Niederlassungen sowie die 7 Hommel Standorte zum Teil erweitert, respektive gegenseitig ergänzt.

Gisbert Krause: „Die gemeinsame Nutzung der vorhandenen Infrastruktur für Präsentation, Vorführung und Services ist ein wichtiges Plus der Partnerschaft zwischen Hommel und Wollschläger. Die optimierte Flächendeckung im Vertrieb und im Service sowie die Spezialkompetenzen bei Maschinen, Präzisionswerkzeugen und Zubehör ergänzen sich zum Vorteil unserer gemeinsamen Kunden. Wir bieten Komplettlösungen aus einer Hand.“

Ein weiterer Invest-Schwerpunkt war und ist der Standort Bochum. Im dortigen Kundenzentrum finden Besucher unter einem Dach bis zu einem Dutzend vorführbereite
Maschinen aus dem umfangreichen Romi-Lieferprogramm. Zudem gibt es dort einen eigenen großzügigen Vorführraum, in dem Ausschnitte aus dem Lieferprogramm der Hommel Unverzagt, wie Bridgeport BAZ, CNC-Drehmaschinen von Hwacheon, Maier Langdreher und multifunktionale Dreh-/Fräszentren von Nakamura-Tome präsentiert werden.

Die in Bochum insgesamt verfügbaren 5.000 m² Hallenflächen bieten soviel Reserven, dass die Hommel Gebrauchtmaschinen GmbH demnächst dort einziehen und gemeinsam mit der Hommel EcoTech GmbH, zu unserer neuen Firma Hommel Maschinentechnik GmbH verschmolzen wird.

Diese neue Organisation gliedert sich in die Fachbereiche Neumaschinen (Romi und Parpas), Gebrauchtmaschinen sowie zentrale Werkstatt. Die Verschmelzung beider Unternehmen ist ein wichtiger Schritt, um Synergien zu nutzen und dem Markt die benötigten Kapazitätserweiterungen, gerade im Hinblick auf Maschinen- und Industrieservice sowie durch den Ausbau einer gut funktionierenden Zentralwerkstatt zu geben.

Ausgestattet mit mehreren Krananlagen, neuester Werkzeugtechnik und einem 16 t Gabelstapler kümmert sich die Zentralwerkstatt um Themen wie kundenindividuelle Automationslösungen, Anwendungstechnik, Konfektionierung und das Retrofitting von Gebrauchtmaschinen. In der Zentralwerkstatt werden zu den bereits bestehenden 12 Arbeitsplätzen in 2008 weitere 25 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Auch die anderen Hommel Standorte rüsten sich für die Zukunft. So wurde die ostdeutsche Niederlassung in Possendorf bei Dresden komplett saniert und erstrahlt seit Ende 2007 in neuem Glanz. In Weinstadt bei Stuttgart wurde jüngst die erste Hommel-CNC-Akademie eröffnet, in der Kundenmitarbeiter intensiv auf ihre Tätigkeit an den modernen CNC-Maschinen aus dem Hommel Programm vorbereitet werden. Als nächstes wird der Hommel Unverzagt Standort in Ingelheim (Nakamura-Tome) modernisiert.

Neben den in Summe millionenschweren Infrastrukturmaßnahmen hat Hommel auch personell kräftig aufgestockt. So wurden seit der Übernahme durch Wollschläger in allen Bereichen bundesweit mehr als 80 neue Mitarbeiter – darunter sieben Auszubildende – eingestellt. Wobei das Thema Service ganz besonders im Fokus von Gisbert Krause stand und steht. „Wir haben unsere Service-Line personell verstärkt und rund 200.000 Euro in eine neue Online-Anbindung unserer 105 Kundendiensttechniker investiert, damit wir noch schneller auf die Wünsche unserer Kunden eingehen können.“ Mit der UMTS-Anbindung können die Servicetechniker online Serviceaufträge übermitteln, Ersatzteile ordern, Maschinenparameter und technische Daten abfragen und downloaden.

Um Ausfallzeiten künftig weiter zu verkürzen und die erforderlichen Techniker-Einsätze zu minimieren, gibt Hommel dem Service-Personal moderne EDV-Lösungen an die Hand. Hierzu gehören: Problem-Lösungs-Datenbanken mit deren Hilfe das telefonische Trouble-Shooting mittlerweile eine unmittelbare Lösungsrate von gut 65 % erreicht. Bei größeren Problemen vermeidet die Remote Diagnose mittels Fernzugriff auf die CNC-Steuerungen der Maschinen immer öfter Serviceeinsätze. Gleiches gilt für CARUSO: Bei diesem System führt der Trouble-Shooter den Anwender mittels mobilen Videokameras und Audioverbindungen bei der Störungssuche und kann klare Reparaturanweisungen geben.

Gisbert Krause: „Unser vorrangiges Ziel bei allen getätigten und künftigen Investitionen ist die Erhöhung des Kundennutzens. Denn nur zufriedene Kunden sind treue Kunden. Getreu dem Wollschläger Motto: Der Mensch macht den Unterschied!“

Bild 5: Überzeugten sich am Eröffnungstag des neuen Technikzentrum Köln von dem gelungenen Umbau der HOMMEL Zentrale: Kaoru Aoyama (GF OKUMA Europe, Krefeld), Gisbert Krause(GF Hommel Gruppe, Köln), Karl-Heinz Dreyer (GF Okuma
Europe, Krefeld) und Frank Wollschläger (geschäftsführender Gesellschafter Wollschläger group, Bochum)

Anmerkungen:
Unternehmensprofil:
Die 1937 gegründete Wollschläger-Group ist heute ein führendes deutsches Handelsunternehmen in den Bereichen Präzisionswerkzeuge, Maschinen, Schweißtechnik, Arbeitsschutz und Betriebseinrichtungen. Die Gruppe verfügt bundesweit über 12 Niederlassungen und beschäftigt rund 600 Mitarbeiter – davon alleine 130 Fachberater im Außendienst. Mit etwa 50.000 ständig vorrätigen Artikeln sorgen 50 Mitarbeiter aus dem Bereich Lagerlogistik für kurze Lieferzeiten. (www.wollschlaeger.de)

Die Hommel Gruppe ist mit 250 Mitarbeitern – davon 150 Vertriebsingenieure, Beratungsspezialisten und Servicetechniker – die erfolgreichste herstellerunabhängige Vertriebs- und Kundendienstorganisation für CNC-Werkzeugmaschinen in Deutschland. Das Lieferprogramm umfasst CNC-Werkzeugmaschinen von Okuma, Nakamura-Tome, Bridgeport, Romi, Hwacheon, Takumi, Kellenberger und Sunnen sowie darauf basierende, gesamtverantwortlich realisierte Fertigungssyteme und Automationslösungen. Der Neumaschinenvertrieb mit Technologie- und Finanzierungsberatung, der sich daraus ergebende Handel mit Gebrauchtmaschinen sowie der bestens koordinierte After Sales Service ist in sieben eigenständigen, aber vollständig vernetzten Gesellschaften organisiert.

Kontakt:

www.hommel-gruppe.de