NORTEC 2008: Treffpunkt für Produktionstechnik im Norden vom 23. bis 26. Januar

Interview mit Dr. Jörg Mutschler, Vorsitzender des Messebeirats der NORTEC 2008

3453

Herr Dr. Mutschler, für die metallverarbeitende Fertigungsindustrie gibt es in Deutschland viele Fachmessen. Was spricht für eine Teilnahme als Aussteller auf der NORTEC?

Dr. Mutschler: Die NORTEC ist die richtige Messe, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort. Für die metallbearbeitende Fertigungsindustrie in Nord- und Osteuropa ist Hamburg die wichtigste Drehscheibe in Deutschland, wobei vor allem die EU-Osterweiterung völlig neue Geschäftskontakte eröffnet. In der Großregion Hamburg selbst sind zahlreiche Unternehmen aus Zukunftsbranchen wie Aerospace, Medizintechnik, Fahrzeug- und Schiffbau zu Hause. Hinzu kommt, dass die Hansestadt Hamburg mit Ihrer Infrastruktur und auch das neue Messegelände den Ausstellern wie den Messebesuchern gleichermaßen beste Vorraussetzungen für einen geschäftlich sehr effektiven und zudem angenehmen Aufenthalt bietet.

Warum erachten Sie Ende Januar als den richtigen Veranstaltungszeitraum?

Dr. Mutschler: Zu dem Thema wurden in der Vergangenheit umfangreiche Aussteller- und Besucherbefragungen durchgeführt. Die Mehrheit hat sich ganz klar für eine Beibehaltung Ende Januar ausgesprochen. Offensichtlich ist die Ausstellerbeteiligung oder ein Messebesuch in erster Linie von unternehmerischen Zielen und Notwendigkeiten motiviert. Mit dem frühen Termin im neuen Jahr war und ist die NORTEC außerdem immer auch ein wichtiger Indikator für die konjunkturelle Stimmungslage. Und das gilt für die 11. Fachmesse für Produktionstechnik in ganz besonderem Maße. Viele Fertigungsunternehmen arbeiten seit Monaten am Rande ihrer verfügbaren Kapazitäten. Um die vorhandenen Aufträge in der gewünschten Menge und Qualität, termingerecht liefern zu können und um sich im härter werdenden Wettbewerb für neue Aufträge zu qualifizieren, müssen Betriebe beinahe zwingend ihre Maschinen und Technologien auf den neuesten Stand bringen oder ihre Kapazitäten mit moderner Technik erweitern oder aber für einen Teil der aktuellen und künftigen Aufträge geeignete Lohnfertiger, beziehungsweise den Zugang zu Zuliefernetzwerken finden. Die NORTEC ist für beide Strategien der richtige Ort.

Sie meinen mit idealer Plattform das sogenannte „make&buy“, mit dem sich die NORTEC schmückt?

Dr. Mutschler: Das make&buy ist seit Gründung der NORTEC ein ganz wesentliches konzeptionelles Unterscheidungsmerkmal zu anderen Fachmessen für die metallverarbeitende Industrie. Die NORTEC 2008 wird wieder eine sehr repräsentative und facettenreiche Präsentationsplattform für Hersteller und Fachhändler moderner Fertigungstechnologien und gleichzeitig der Treffpunkt für Anbieter und Einkäufer von Zukaufteilen und fertigungsnahen Dienstleistungen sein.

Wie viele Aussteller erwarten Sie?

Dr. Mutschler: Bei der NORTEC 2006 hatten wir rund 400 Aussteller und rund 13.000 Besucher. Angesichts der guten konjunkturellen Lage und der momentan durchaus positiven wirtschaftlichen Prognosen rechnen wir natürlich mit einer weiteren Steigerung. Zur NORTEC 2008 erwarten wir rund 440 Aussteller aus dem In- und Ausland. Wir – und damit meine ich Messegesellschaft und Messebeirat – werden gemeinsam alles dafür tun, damit die NORTEC 2008 Ausstellern wie Besuchern wieder einen echten Mehrwert bietet.

Auf welchen Mehrwert können sich die Besucher freuen?

Dr. Mutschler: Wie bei den früheren Veranstaltungen werden wir die Ausstellungsinhalte wieder durch ein umfangreiches Rahmenprogramm ergänzen. So wird es ein Symposium Logistik und Einkauf geben, in dem Einkäufer und Zulieferer über das Thema Risikomanagement in der Supply Chain diskutieren. Im VDMA-Workshop geht es um Stellgrößen zur Optimierung der Produktion. Im Technikforum kann der Nachwuchs moderne Technologien, Berufe und Studiengänge kennen lernen. Im neu geschaffenen Innovationsforum berichten Referenten praxisnah über moderne Produktionsmethoden für den Flugzeug-, Fahrzeug- und Schiffbau, die Medizin- und Feinwerktechnik sowie den Komponenten-, Werkzeug- und Anlagenbau. Weitere Themenschwerpunkte sind die Roboter- und Fertigungsautomation, die industrielle Messtechnik, und innovative Laserverfahren. Hier haben wir eine sehr breite Unterstützung der Hamburger Hochschulen, des VDMA, Nordmetall, des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie e.V., der Handelskammer Hamburg sowie des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME). Dieses Unterstützer-Netzwerk sorgt mit Informationen, Beratung und seiner Präsenz dafür, dass die NORTEC 2008 einfach mehr bietet und weitere Zielgruppen anspricht.

Zur Person:
Dr. Jörg Mutschler (Jahrgang 1959), legte nach seinem Studium des Wirtschaftsingenieurwesens seine Promotion an der Technischen Universität Hamburg-Harburg ab. Nach verschiedenen beruflichen Stationen im Arbeitsbereich Produktionstechnik und Fertigungstechnik an der Technischen Universität Hamburg-Harburg, als Betriebsleiter und Prokurist bei bon Optic in Lübeck und als Referent im Landesverband Nord des VDMA, ist er derzeit als Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Schiffbau- und Offshore-Zulieferindustrie und des Landesverbandes Nord im VDMA tätig. (Bild: HMC – Krause)

Anmerkungen:
NORTEC:
Die NORTEC, 11. Fachmesse für Produktionstechnik, findet vom 23. bis 26. Januar 2008 auf dem Hamburger Messegelände statt.
Geöffnet ist Mittwoch bis Freitag von 9 bis 17 Uhr und Samstag von 9 bis 14 Uhr.
Eintritt: Tageskarte 17 Euro, Dauerkarte 30 Euro, Tageskarte Samstag 12 Euro, Schüler, Studenten und Auszubildende 6 Euro, Gruppenkarte ab zwölf Personen pro Person 12 Euro.

www.hamburg-messe.de/nortec/nt_de/start_main.php