Formspannsystem mit punktueller Teileabformung

MATRIX GmbH präsentiert auf der EUROMOLD X-Clamp

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Die MATRIX GmbH Stuttgart, ein führender Anbieter von innovativen Spann- und Vorrichtungssystemen für komplexe Werkstücke, stellt auf der EUROMOLD (Halle 8.0 Stand A21) das Spannsystem X-Clamp vor.
Die Ausgangslage ist bekannt: Ein formkomplexes Werkstück soll möglichst schnell maschinell bearbeitet werden. Wenn es sich dabei dann noch um Prototypen, Einzelteile, Kleinserien oder Erstbemusterung handelt, so ist zunächst eine geeignete Vorrichtung zur Aufnahme des Bauteils zu konzipieren und aufzubauen. „Der Aufwand, der für die Erstellung der Vorrichtung betrieben werden muss, steigt dabei in der Regel mit der Komplexität und Labilität des zu bearbeitenden Werkstücks. Je schneller jedoch das Werkstück auf dem Bearbeitungszentrum formstabil eingespannt ist, desto eher stehen bearbeitete Werkstücke zur Verfügung. Unter diesen Rahmenbedingungen kommt unseren Formspannsystemen besondere Bedeutung zu,“ berichtet Hubert W. Meintrup, Geschäftsführer der MATRIX GmbH.

Den innovativen Ansatz zur schnellen Erstellung von typspezifischen Formbacken stellen die X-Clamp Stößelelemente dar. Bisher werden zum Spannen von komplexen Werkstücken standardisierte Schraubstöcke mit aufwendig gefertigten Formbacken ausgerüstet oder speziell für das aufzunehmende Werkstück hergestellte Komponenten als Schnittstelle zum Bauteil verwendet. Kernelemente der X-Clamp Systeme sind axial wirkende Stößel, die sich jeder komplexen Werkstückkontur punktuell anpassen. Die mit Federkraft beaufschlagten Stößel ergeben in Ihrer dichtesten Anordnung ein Feld, in welches das Werkstück einfach eingedrückt wird. Die Federvorspannung ist dabei so gewählt, dass selbst labile Teile, wie zum Beispiel Eier, durch die Federkraft nicht deformiert oder beschädigt werden. Über einen Klemmhebel lassen sich die entsprechend der Werkstückkontur abgeformten Stößel in ihrer Position fixieren.
Nimmt man nun das Werkstück von diesen Formbacken, so bleibt durch die Fixierung der Stößel der Abdruck des Werkstücks im Stößelfeld erhalten. In diese Formaufnahme können nun die folgenden gleichen Werkstücke eingelegt werden. Das ist nicht nur funktional, sondern auch ökonomisch. Denn so ist es überflüssig, für jede Produktreihe jeweils eigene Formbacken bereitzuhalten.

Aufgrund des Gesamtkonzeptes bietet das X-Clamp System als modularer Baukasten in vielen Einsatzbereichen ein hohes wirtschaftliches Potential. Durch die einfache Handhabung und die Möglichkeit zur schnellen Schaffung von teilespezifischen Formbacken und Auflagen ergeben sich spürbare Zeiteinsparungen. Abnehmer für das Baukastensystem sind die Automobil- und Luftfahrtindustrie, sowie die Medizintechnik und der Maschinenbau. Turbinenschaufeln lassen sich mit den neuen Haltevorrichtungen genauso gut einspannen wie Hüftprothesen.
Hubert W. Meintrup fasst zusammen: „Wird eine Banane in einen Schraubstock eingespannt, muss man mit einem fragwürdigen Ergebnis rechnen. Wenn das Objekt nicht beschädigt werden soll, müssen sich die Spannbacken so an die Form anpassen, dass der Druck auf eine möglichst große Fläche verteilt wird. Genau das lässt sich mit unserer Technik erreichen. Die Vielzahl der dann an der Kontur anliegenden Stößel führt zu einer Reduzierung der Vibrationen bei der Bearbeitung. Die hohe Spannstabilität erhöht das Zeitspanungsvolumen und verkürzt dadurch die Bearbeitungszeiten.“

Anmerkungen:
Die 1997 gegründete MATRIX GmbH Stuttgart bietet innovative Spann- und Vorrichtungssysteme für komplexe Werkstücke mit unterschiedlichen Konturen und Materialien an. Die innovativen Stößel-Systeme des Unternehmens optimieren komplexe Prozesse schnell, einfach und effizient. Mit der patentierten MATRIX Vorrichtungstechnik lässt sich der Aufwand beim Halten, Spannen und Bereitstellen formkomplexer und labiler Werkstücke unabhängig von Losgrößen durch den Wegfall starrer, teilespezifischer Vorrichtungen wesentlich vereinfachen. Die flexiblen Aufspanntechniken werden als Vorrichtungssysteme, in der Montage, in der Fertigung, Mess- und Analysetechnik sowie in automatisierten Systemen eingesetzt. Zu den weltweiten Kunden gehören Unternehmen aus den Bereichen Luftfahrt, Automobilindustrie, Maschinenbau, Medizintechnik und anderen High-Tech-Sektoren. Das Know-how von MATRIX belegt der Gewinn des baden-württembergischen Innovationspreises 2006.
Weitere Informationen über MATRIX sind unter www.matrix-innovations.com zu finden.