Modular und multifunktional

Seit Monaten arbeiten Techniker und Ingenieure bei MAG IAS an einer Revolution, die den Markt für Maschinensteuerungen in Bewegung bringen wird. Mit der Division Infimatic steigt der Maschinenbauer in das Steuerungsgeschäft ein.

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Pete Tecos ist Vizepräsident der Marketingabteilung bei Infimatic und weiß aus der täglichen Erfahrung heraus nur zu genau, was die Anwender von den Entwicklern bei MAG erwarten. „Unser Ziel war es, eine Lösung anzubieten die nicht nur auf einzelne Maschinen skalierbar ist, sondern auch durch ihren modularen Aufbau und die intuitive Benutzerfläche einfach und schnell zu bedienen ist.“

Die geballte Kompetenz und Erfahrung der unter dem MAG-Dach vereinigten 13 Maschinenbauunternehmen erleichterte das Vorhaben ungemein und um ganz sicher zu gehen, holten sich die Infimatic-Ingenieure auch Kompetenz von außen mit ins Boot. Internationale Koryphäen wie Prof. Dr.-Ing Dr. h. c. mult Dr. E-h. Günter Pritschow von der Universität Stuttgart (Institut für Steuerungen – ISW) oder Prof. Dr.-Ing. Alexander Verl Institut für Produktionstechnik am Frauenhofer Institut sitzen im eigens gegründeten technischen Beratungsausschuss von Infimatic.

Das Ergebnis der Arbeit in den Büros in Cincinnati ist das Freedom NC200TMCNC control system. Diese Steuerung wird künftig in allen MAG-Maschinen die Arbeitsabläufe vom einfachen Drehen bis hin zu den komplexen Bearbeitungsvorgängen in Fünf-Achs-Maschinen kontrollieren. Auf der EMO können sich die Fachleute bei zwei Vertikalbearbeitungszentren von MAG Fadal schon ein Bild über die Leistungsfähigkeit der neuen Steuerung machen.

„Uns ist es gelungen“, so Gabi Azran, Präsident von Infimatic, nicht ohne Stolz, „eine Steuerung zu entwickeln, die günstiger und mindestens genau so leistungsfähig ist, wie die unserer Mitbewerber.“ Die durchdachte Architektur der Steuerung macht es einfach das System in Sachen Hardware leicht auf der Höhe der Zeit zu halten. Prozessoren und andere Bauteile können leicht ausgetauscht werden. Das spart Zeit und damit auch Wartungskosten. „Wir bieten verschiedene Prozessoren und auch andere Hardware an, so dass sich die Maschinen, je nachdem was benötigt wird, einfach um- beziehungsweise aufrüsten lassen.“ Das heißt: Selbst wenn sich der Einsatz einer Maschine komplett ändert, kann die alte Steuerung mit den entsprechenden Upgrades weiter verwendet werden.

Eine Forderung die vom Markt kommtSyntaxprüfung in Echtzeit

Für die MAG-Entwickler war es wichtig, dass das System einfach zu bedienen ist. So wurde eine Software designed, die sich an den Bedürfnissen des Bedieners ausrichtet. Von jeder Bildschirmmaske aus sind es höchstens drei Klicks zur jeweils benötigten Funktion. Ein NC-Editor mit Farbleitsystem erlaubt auch während der Bearbeitung komplexe Programmierungen. „Eines der Module wurde von uns VeriCode getauft. Dieses erlaubt durch seine Echtzeit-, Syntax- und Semantikprüfung eine schnelle und fehlerlose Programmierung.“

Herzstück des Systems ist jedoch das sogenannte Plug-and-Play Servo System. Damit lässt sich die Steuerungseinheit individuell auf jede Maschine anpassen. Integraler Bestandteil ist dabei ein eigens entwickeltes CAD/CAM Programm, das sowohl 2D als auch 3D-Grafiken verarbeiten und auf dem 32-bit-Farbmonitor der Steuerung darstellen kann. Der besondere Aufbau der Software und ihrer Schnittstellen erlaubt es darüber hinaus ohne Probleme weitere Module in das System zu integrieren. So können zum Beispiel die Maschinenkühlung, der Datenspeicher oder sicherheitsrelevante Prozesse über Add-ons gesteuert und individuell eingestellt werden.

Ein bislang einzigartiges Modul ist das EcoVerter Servo System, das nicht nur sämtliche wichtige Bearbeitungsparameter überwacht, sondern auch den jeweiligen Leistungsbedarf ermittelt und regelt. So verbraucht die Maschine nie mehr Energie als sie für die jeweilige Bearbeitungsaufgabe benötigt – ein wichtiger Faktor im Hinblick auf TCO.

Anmerkungen:
Hintergrund:
Die 2005 gegründete MAG Industrial Automation Systems gehört seit 2006 zu den Großen im Werkzeugmaschinenbau. 4300 Beschäftigte erwirtschafteten vergangenes Jahr einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden US-Dollar. Der Konzernverbund besteht aus fünf Gruppen: MAG Powertrain (Cross Hüller, Ex-Cell-O und Lamb) beliefert mit Agilen Fertigungssystemen und Transferstraßen vor allem die Automobilindustrie.
MAG Advanced Technologies (MAG Cincinnati Automation, MAG Cincinnati Machine, MAG Fadal, MAG Giddings & Lewis und MAG Hüller Hille ) entwickelt Lösungen in den Bereichen der Hochleistungsbearbeitung, der Automation und Prüfsystemen für die Luft- und Raumfahrtindustrie sowie zur Energieerzeugung und liefert darüber hinaus Karussell-Drehmaschinen und Horizontal- Bearbeitungszentren.
MAG Special Machines (MAG Boehringer, MAG +FMS+, MAG Hessapp, MAG Turmatic Systems und MAG Witzig & Frank) stellt Horizontal-Drehmaschinen, Vertikal-Drehmaschinen, Kurbelwellen-Bearbeitungsmaschinen, Mehrstationen-Bearbeitungssysteme und Rundtransferautomaten für hochpräzise, leistungs-starke Anwendungen her.
MAG Maintenance Technologies ist eine weltweit einzigartige Service und Support Organisation, die für Langlebigkeit und größtmögliche Rendite von Investitionsgütern steht.
Infimatic fertigt und programmiert individuell konfigurierbare Maschinensteuerungen, Softwarelösungen und Automation.

Kontakt:

www.mag-ias.com