Der Auftrag heißt Kundennutzen

Hommel investiert massiv in Kundendienst, Ersatzteillogistik sowie Vertriebsinfrastruktur und eröffnete Anfang Mai in weitere Technologiezentren in Bochum und Freiburg

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Die Hommel Gruppe entwickelte sich unter der Thyssen-Flagge zum bundesweit größten Handels- und Serviceunternehmen für Maschinen und Komplettlösungen für profitables Drehen, Fräsen, Schleifen und Honen – zum Kerngeschäft von Thyssen-Krupp gehörten die Kölner freilich schon lange nicht mehr. In Konsequenz waren Strategien und Mittel für Investitionen stets immer auch von den Gewinnerwartungen der „Mutter“ abhängig – bei einer AG sind das zu vorderst die Shareholder.

Seit Mai 2006 hat Hommel einen neuen Eigentümer – die Wollschläger-Group, mit Sitz in Bochum. Deren geschäftsführender Gesellschafter, Frank Wollschläger, versprach Mitarbeitern sowie den bundesweit gemeinsam rund 25.000 Kunden durch den Zusammenschluss viele vorteilhafte Synergien. Erst einmal nur Worte, denen aber prompt jede Menge zielführende Taten folgten.

Eine der ersten Maßnahmen des neuen Hommel-Geschäftsführers Gisbert Krause, war die Auflösung der bis dato für sich ergebnisverantwortlichen Servicegesellschaft der Hommel Gruppe (Hommel CNC-Service) und die Reintegration der Serviceverantwortung in die vier Vertriebsgesellschaften Hommel CNC-Technik (Okuma), Hommel Unverzagt (Bridgeport, Hwacheon, Maier, Nakamura-Tome), Hommel Präzision (Kellenberger, Sunnen) und Hommel EcoTech (Romi). Dieser Schritt ist seit dem 1. Januar 2007 vollzogen.

Bild 1: Gisbert Krause, Geschäftsführer Hommel GmbH, Köln: „…bessere Flächendeckung im Vertrieb und im Service…“

Nutzen für den Anwender: Die Vertriebsgesellschaften haben wieder die volle Kontrolle über die Kalkulation von Materialkosten sowie Stundensätzen, und: Sie legen die Prioritäten fest. Im Einzelfall ist seitdem nicht mehr die Maximierung von Deckungsbeiträgen das Maß aller Dinge, sondern steht die Kundenzufriedenheit an oberster Stelle. Gisbert Krause: „Durch die Gewaltenteilung von Vertrieb und Service hat Hommel in der Vergangenheit bei einigen Kunden leider Kredit verspielt. Das Vertrauen wollen und werden wir zurück gewinnen. Wir wissen, dass wir nur erfolgreich sein können, wenn unsere Kunden mit Hilfe unserer Technik langfristig einen guten Schnitt machen. Das funktioniert nur mit einem reaktionsschnellen und qualifizierten Service, der mit den Kunden auf Augenhöhe ist.“ In dem Zusammenhang dankt Krause „allen Kunden und Hersteller-Partnern, die Hommel nach der Übernahme durch Wollschläger treu geblieben sind und Hommel den größten Umsatz in der 130-jährigen Firmengeschichte ermöglicht haben. Die lange Firmentradition ist für uns eine Verpflichtung gegenüber unseren Kunden für die Zukunft.“

Bild 2: Schnelle Hilfe: Das telefonische Trouble-Shooting bei Hommel erreicht durch Einsatz moderner Datenbank-Technik mittlerweile eine unmittelbare Lösungsrate von gut 60 %. Ist der vor-Ort-Eiinsatz notwendig, stehen bei Hommel insgesamt 60 Servicetechniker „Werkzeugkoffer bei Fuß“.

In Konsequenz investieren alle Gesellschaften der Hommel Gruppe seit Monaten beherzt in ihre jeweils nun eigene Serviceorganisation. So hat alleine Hommel Unverzagt für den Geschäftsbereich Nakamura Tome bereits zwei zusätzliche Kundendiensttechniker, einen Trouble-Shooter und einen Mitarbeiter für den Technischen Support eingestellt. Außerdem wird das Thema Kundenschulung forciert. Gisbert Krause: „Das Tagesgeschäft lässt unseren Kunden leider viel zu oft keine Zeit für eine angemessene Produkt- und Technologieschulung. Wir werden darum auch unsere Schulungsangebote inhaltlich wie zeitlich entsprechend optimieren. Viele Anwenderprobleme, Servicefälle und Technikereinsätze lassen sich durch eine gute Qualifikation des Bedienpersonals vermeiden.“

Bild 3: Kundennähe: Bundesweit 12 Wollschläger Niederlassungen sowie 7 Hommel Standorte sind ein Schlüssel für den gemeinsamen Erfolg.

In Weinstadt bei Stuttgart wurde auch deshalb jüngst die erste Hommel-CNC-Akademie eröffnet, in der Kundenmitarbeiter intensiv auf ihre Tätigkeit an den modernen CNC-Maschinen aus dem Hommel-Programm vorbereitet werden können. Die Resonanz der Kunden ist sehr gut. Zukünftig werden auch CNC-Grundkurse angeboten, sowie kurzfristig weitere Hommel-CNC-Akademien in Köln, Ingelheim und Bochum installiert.

Darüber hinaus wurden die Verschleiß- und Ersatzteilelager für für viele Fabrikate zum Teil kräftig aufgefüllt. Allein das Zentrallager in Köln disponiert aktuell über 30.000 Teile im Wert von gut 5,5 Millionen Euro. Es wird zur Zeit auf mehr als 1.000 m² nach neuesten logistischen und lagertechnischen Kriterien ausgebaut. Zum Beispiel wurden über 400.000,00 EURO in ein modernes Paternoster-Lagersystem investiert.

Telefonische Bestellungen gehen bei Eingang bis 17.00 Uhr noch am gleichen Tag auf den Versandweg. Kunden mit Premium-Service-Vertrag können via spezieller Hotline werktags sogar bis 20:00 und Samstags von 8.00 bis 12.00 Uhr bestellen und durch over-night-Kurier am nächsten Werktag ihre Ware in Empfang nehmen. Das funktioniert natürlich auch, wenn einer der mehr als 60 mobilen Servicetechniker der Hommel-Gruppe vor Ort dringend ein Ersatzteil benötigt Wobei vor-Ort-Einsätze tendentiell immer seltener nötig sind, und falls doch, der Techniker gut präpariert beim Kunden eintrifft.

Bild 4: Komplettlösungen aus einer Hand: Die Spezialkompetenzen bei Maschinen, Präzisionswerkzeugen und Zubehör ergänzen sich bei Hommel und Wollschläger zum Vorteil der gemeinsamen Kunden

Das telefonische Trouble-Shooting bei Hommel erreicht durch Einsatz moderner Datenbank-Technik mittlerweile eine unmittelbare Lösungsrate von gut 60 %. Auch die Remote Diagnose mittels Fernzugriff auf die CNC-Steuerungen der Maschinen via ISDN zwecks Auswertung von Ein- / Ausgangssignalen und unterstützende Parameter-Modifikation vermeidet viele Service Einsätze. Gleiches gilt für CARUSO: Bei diesem System führt der Trouble-Shooter den Anwender mittels mobilen Videokameras und Audioverbindungen bei der Störungssuche und kann klare Reparaturanweisungen geben. Das Trio Fehleranalyse-Datenbank, Remote Control und CARUSO wird laufend optimiert, so dass sich Ausfallzeiten künftig weiter verkürzen und Techniker-Einsätze minimieren lassen. Gisbert Krause: „Wir investieren gerade 170.000,00 Euro in eine neue online-Anbindung unserer Servicetechniker, damit wir noch schneller auf die Wünsche unserer Kunden eingehen können. Es ist dann möglich, per UMTS online Serviceaufträge zu übermitteln, Ersatzteile zu ordern, Maschinenparameter und technische Daten abzufragen und zu downloaden. Dies wird uns einen großen Schritt nach Vorne tragen!”

Vorhandene Kundenbeziehungen pflegen ist deutlich einfacher als neue Kunden gewinnen. Doch auch hier eröffnen sich durch den neuen Eigentümer viele Synergien. Gisbert Krause: „Ein weiteres Plus der Partnerschaft zwischen Hommel und Wollschläger ist die gemeinsame Nutzung der vorhandenen Infrastruktur für Präsentation, Vorführung und Services. Kundennähe ist auch im technischen Vertrieb das A&O!“

Hier sind die 12 bundesweit verteilten Wollschläger Niederlassungen sowie die 7 Hommel Standorte ein Schlüssel für den gemeinsamen Erfolg.

In den vergangenen Monaten wurden bereits 3 Dependancen (Weinstadt, Freiburg, Hamburg) entsprechend erweitert, respektive gegenseitig ergänzt. Am 11. und 12. Mai folgt die nächste Premiere in Bochum: Im dortigen Technikzentrum erwartet die Besucher zur Eröffnung drei Bridgeport BAZ, vier CNC-Drehmaschinen von Hwacheon, ein Maier Langdreher und der Bestseller von Nakamura Tome, ein Multifunktions-Dreh-/Fräszentrum vom Typ Super NTJ.

Bild 5:Vielseitiger Stückkosten-Senker: Mit den Multifunktionsbearbeitungszentren von Nakamura-Tome sparen Anwender durch mannarmes Komplettbearbeiten selbst ebi kleiner Losgrößen einen guten Schnitt

Seit der Übernahme durch Wollschläger wurden 28 neue Mitarbeiter in allen Bereichen eingestellt; geplant sind weitere 20 Stellen im Bereich Service zu besetzen, hier sucht Hommel noch Personal. Zudem bildet Hommel auch wieder aus, so werden in Weinstadt und Köln demnächst bis zu 6 Azubis tätig sein.

Gisbert Krause: „Die bessere Flächendeckung im Vertrieb und im Service sowie die Spezialkompetenzen bei Maschinen, Präzisionswerkzeugen und Zubehör ergänzen sich zum Vorteil unserer gemeinsamen Kunden. Wir bieten Komplettlösungen aus einer Hand.“

Anmerkungen:
Unternehmensprofil:
Die 1937 gegründete Wollschläger-Group ist heute ein führendes deutsches Handelsunternehmen in den Bereichen Präzisionswerkzeuge, Maschinen, Schweißtechnik, Arbeitsschutz und Betriebseinrichtungen Die Gruppe verfügt bundesweit über 12 Niederlassungen und beschäftigt rund 600 Mitarbeiter – davon alleine 130 Fachberater im Außendienst. Mit etwa 50.000 ständig vorrätigen Artikeln sorgen 50 Mitarbeiter aus dem Bereich Lagerlogistik für kurze Lieferzeiten. (www.wollschlaeger.de)
Die Hommel Gruppe ist mit 250 Mitarbeitern – davon 150 Vertriebsingenieure, Beratungsspezialisten und Servicetechniker – die erfolgreichste herstellerunabhängige Vertriebs- und Kundendienstorganisation für CNC-Werkzeugmaschinen in Deutschland. Das Lieferprogramm umfasst CNC-Werkzeugmaschinen von Okuma, Nakamura-Tome, Bridgeport, Romi, Hwacheon, Takumi, Kellenberger und Sunnen sowie darauf basierende, gesamtverantwortlich realisierte Fertigungssyteme und Automationslösungen. Der Neumaschinenvertrieb mit Technologie- und Finanzierungsberatung, der sich daraus ergebende Handel mit Gebrauchtmaschinen sowie der bestens koordinierte After Sales Service ist in sieben eigenständigen, aber vollständig vernetzten Gesellschaften organisiert.

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