Innovationsoffensive bei Hommel+Keller

Mit vielen Innovationen wird sich die Hommel+Keller Unternehmensgruppe auf den Schwenninger „Turning Days 2007“ präsentieren. In allen Geschäftsbereichen werden neue Produkte und Leistungen präsentiert, die sich konsequent an den Anforderungen der Kunden im Bereich der Metallbearbeitung orientieren.

2206

Investitionen sichern Wettbewerbsvorteil Im Geschäftsbereich H+K Surface Technology wird das Angebot mit PVD Beschichtungen kontinuierlich um neue Verfahren und leistungsstarke Schichten erweitert. Durch die Anlagentechnik können Schichten hergestellt werden, die in dieser Form einzigartig sind. Die H+K Surface Technology GmbH kann in einigen Bereichen eine Alleinstellung am Markt einnehmen. „Die „nACo®“ Beschichtung setzt sich immer stärker durch und liefert dem Kunden deutliche und messbare Vorteile. Besonders bei der Bearbeitung schwer zerspanbarer Werkstoffe und bei der Trockenbearbeitung werden herausragende Ergebnisse erzielt “, resümiert Heike Brändle, die verantwortliche Leiterin des Geschäftsbereichs. Und mit der Inbetriebnahme der neuen Entschichtungsanlage konnte das Leistungsprogramm weiter abgerundet werden, so dass nun Entschichtung und Wiederbeschichtung innerhalb kürzester Zeit gewährleistet werden kann. „Die Kunden fordern oft eine Bearbeitung innerhalb 24 Stunden. Da müssen die Prozesse perfekt abgestimmt sein und das Leistungsspektrum an die Kundenerwartungen angepasst werden“, fasst H. Brändle die Marktsituation zusammen. Um diesem Kundenanspruch gerecht werden zu können, erweiterte die H+K Surface Technology GmbH bereits Mitte 2006 die Produktion um eine weitere Beschichtunganlage, um auch die Standardschichten TiN, TiAlN, AlTiN und TICN in kurzen Zyklen durchführen zu können.

Die Nutzung der Synergie zum Bereich Wärmebehandlung des Schwesterunternehmens H+K Härte- und Oberflächentechnik GmbH findet zunehmend statt. Das Verfahren mit der Produktbezeichnung „Generation 3Plus“ bedient im Besonderen den Werkzeug- und Formenbau. Nach dem Vakuumhärten wird die Form plasmanitriert und anschliessend PVD beschichtet. Im ersten Prozess erhalten die Werkzeuge eine hohe Kernfestigkeit, bei der zweiten Behandlungsstufe wird die Oberflächenhärte optimiert und durch die PVD Beschichtung im dritten Prozess wird der nötige Verschleißschutz sichergestellt. Durch die Kombination bewährter Behandlungsverfahren lässt sich die Standzeit der Werkzeugform deutlich verbessern. Ein Großkunde aus dem Bereich Kunststoffspritzguss konnte durch das Verfahren „Generation 3Plus“ die Werkzeugkosten um über 35% senken.

Im Bereich Wärmebehandlung wird neben dem Vakuumhärten als weitere Kernkompetenz die Verfahrenstechnologie „Nitrieren“ weiter ausgebaut. Mit modernster Technologie und Anlagentechnik bietet H+K nun auch das Gasnitrieren an. Der Markt bietet Potential und die Erweiterung in diesem Bereich durch die Anschaffung einer weiteren Anlage ist bereits in der Realisierungsphase.

Eine echte Innovation der H+K Härte- und Oberflächentechnik GmbH ist das Verfahren „Cool Plus“. „Cool Plus“ steht für die Wärmebehandlung niedriglegierter Stähle – 100Cr6, 42CrMo4, 90MnCrV8 – im Vakuum. Bei dem „Cool Plus“ Verfahren finden das Tiefkühlen und Anlassen in einem Prozess statt. Erhöhte Maßhaltigkeit und Korrosionsbeständigkeit sind die Vorteile, die beim Kunden nachhaltige Wettbewerbsvorteile und Kosteneinsparungen durch Prozessoptimierungen schaffen.

Der endgültige Durchbruch mit „Cool Plus“ gelang Anfang 2007, als der Prozess von einem renommierten Automobilzulieferer auditiert und für die Serienproduktion freigegeben wurde. „Damit haben wir die technische Marktführerschaft in diesem Bereich eindeutig übernommen“, freut sich Geschäftsführer Peter Keller.

Grund zur Freude hat auch Geschäftsführer Sigmund Grimm im Bereich der Hommel+Keller Präzisionswerkzeuge GmbH. Das Geschäftsjahr 2006 konnte wiederholt mit einem zweistelligen Umsatzwachstum abgeschlossen werden. „Dies ist bei den aktuellen Marktverhältnissen nur durch innovative Produkte und kurze Lieferzeiten realisierbar“. Die überdurchschnittlichen Umsatzzuwächse sind nachweislich auf die Produktneuheiten zurückzuführen, die in den vergangenen zwei Jahren erfolgreich am Markt eingeführt wurden.

Die konsequente Weiterentwicklung modularer Werkzeugsysteme schafft deutliche Mehrwerte für den Kunden. Durch die Module können sehr schnell und vergleichsweise günstige Sonderlösungen für kundenspezifische Anwendungen realisiert werden. Der Begriff „Standardisierte Sonderlösungen“ stellt für Hommel+Keller kein Widerspruch dar, sondern es ist die konsequente Umsetzung der Kundenerwartungen an schnelle, wirtschaftliche und individuelle Anwendungslösungen.

Das innovativste Werkzeugsegment mit einem Höchstmaß an Individualität und Innovationspotential stellt die Beschriftungstechnik dar. Die zeus Beschriftungstechnik bietet Beschriftungswerkzeuge für Drehmaschinen und Bearbeitungszentren. Mit unterschiedlichen Systemen lassen sich rotationssymmetrische Werkstücke effizient und sehr kostengünstig direkt auf der Drehmaschine beschriften. Bei Losgrößen über 1000 Stück ist die Beschriftung auf der Drehmaschine ein nahezu kostenneutraler Arbeitsgang.

Neben den Beschriftungswerkzeugen umfasst dieser Geschäftsbereich noch die Graviertechnik. Individuell und anwendungsbezogen werden Schriftrollen, Schriftsegmente, Prägerollen, Prägestempel, Prägewerkzeuge sowie Sondergravuren nach Zeichnung hergestellt. Diese finden Anwendung in der Drehteilefertigung, im Werkzeug- und Formenbau, in der Blechbearbeitung, in der Uhren- und Schmuckindustrie, in der Medizintechnik sowie in der gesamten Zulieferindustrie. Das Marktpotential ist laut Aussage der Geschäftsleitung sehr groß und interessant, aber die Kundenerwartungen und die Anforderungen sind auch sehr hoch. Um sich in diesem Marktsegment zu behaupten, ist eine sehr detaillierte Kundenberatung, eine effiziente Auftragsprojektierung sowie eine schnelle Fertigung zu gewährleisten. Erst dann stellt sich für den Kunden ein echter Mehrwert ein.

Im Bereich der Werkstoffe wird sich dieses Jahr noch einiges ändern. Hommel+Keller plant zur EMO2007 die Einführung von zeus Rändelrädern mit einem sehr hochwertigen Werkstoff. Mit dieser Verbesserung sollen dem Kunden durch Standzeitoptimierungen entsprechende Wettbewerbsvorteile gesichert werden. Die Vorbereitung auf die Einführung läuft bereits auf Hochtouren, so dass unmittelbar nach der Präsentation auf der Messe die Auslieferung der Neuheiten stattfinden kann.

Hommel+Keller strebt nicht nur bei Produkten und Leistungen nach Innovation, sondern auch die Prozesse und Verfahren werden innovativ ausgerichtet. Durch die neue Fertigungsstätte, die Investition in viele neue Maschinen und Anlagen und durch einen relativ hohen Automatisierungsgrad konnten die Durchlaufzeiten in einigen Bereichen um über 60 Prozent reduziert werden und gleichzeitig die Prozesssicherheit deutlich gesteigert werden.

Über eines ist man sich bei Hommel+Keller im Klaren. Nur mit guten Produkten lässt sich heute kein Kunde mehr zufrieden stellen. Nur durch eine geschickte Kombination von guten Produkten und einer effizienten Prozesskette kann man sich am Markt vom Wettbewerb abheben. Innovation ist und bleibt dabei ein wesentlicher Schlüssel zu Erfolg.

Turning Days Stand – Nr.: D-28

Anmerkungen:
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