Kennametal – Excellence in Werken der Oberpfalz

Im Fokus – Werk Vohenstrauß

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Kennametal ist weltweit auf Wachstumskurs und setzt weiterhin auf den Standort Deutschland.
Allein das Werk in Vohenstrauß, bekannt durch die Herstellung von Produkten rund ums Bohren, hat im letzten Jahr mehr als 100 Mitarbeiter eingestellt, die 6-Tage- Produktionswoche eingeführt und über 15 Millionen Euro in neue Maschinen investiert. Diese Investitionen waren notwendig geworden, um den überdurchschnittlichen Wachstumsraten im Bohrgeschäft der letzten Jahre Rechnung zu tragen.

Die modularen Vollhartmetallbohrer wie KSEM und KenTIP werden dabei besonders stark nachgefragt. Hier ist auch derzeit noch kein Ende des Wachstumsbooms absehbar. So konnte in den letzten zwei Jahren der Produktionsdurchsatz beim KenTIP vervierfacht und beim KSEM verdoppelt werden. Dies bestätigt den allgemeinen Trend einer gesteigerten Nachfrage nach modularen Präzisionswerkzeugen. Täglich verlassen insgesamt 10.000 Bohrer das Werk in Vohenstrauß. Um dem Ziel „Erreichung bester Kundenzufriedenheit“ noch besser nachkommen zu können, hat Kennametal und insbesondere die Belegschaft des Werkes Vohenstrauß zahlreiche innovative Lösungen implementiert.

Seit Anfang 2006 gibt es eine sogenannte „Customer Helpline“ für Vollhartmetallbohrer, speziell Sonderwerkzeuge, die insbesondere von Key Account Kunden genutzt wird:

Läuft ein Kunde Gefahr, einen Produktionsstillstand zu erleiden oder hat er einen überplanmäßigen, kurzfristigen Bedarf an Bohrern, garantiert ein Anruf bei der Helpline eine Lieferung in 5 Tagen. Dieser Lieferservice wurde durch eine optimale „Schlanke Produktion – vom Auftragseingang bis zur Auslieferung – realisiert. Dieser Service wird auch verstärkt von Kunden beim Testen von neuen Werkzeugen genutzt.

Bild: Modularer Hochleistungsbohrer KenTIP

KenTIP-Bohrer erlauben durch eine spezifische Klemmung den Schneidkörperwechsel in der Maschine, was zu einer erheblichen Minimierung der Rüst-
und Einstellzeiten führt. Die spezielle Verbindung von Bohrkopf und Träger erlaubt Vorschübe, wie sie bisher nur mit Vollhartmetallbohrern möglich waren. Zwei großzügig ausgelegte Kühlkanäle sind exakt auf die Schneiden gerichtet, wodurch zwischen den Spanflächen und Spänen ein Schmierfilm aufgebaut wird, der die Reibung und Schneidentemperatur deutlich herabsetzt. Großvolumige Spannuten sorgen für einen optimalen Spänefluss. Der abgesetzte Bohrerrücken verhindert das Aufschweißen und Einklemmen von Spänen.

Bild: KSEM

Mit dem KSEM-Bohrwerkzeug-Programm verfügt der Anwender im Durchmesserbereich von 12,5 bis 40 mm und mit Bohrtiefen von bis zu 10 x D als Standard über ein wirtschaftliches Werkzeug mit sicherer Spankontrolle und einzigartigem Zubehör zum Fasen und Entgraten.
Der prismatische KSEM-Plattensitz ist hochstabil, sicher positionierend, langlebig und zuverlässig. Der Schneidkörper zentriert sich im Plattensitz selbst, dadurch ist kein zusätzliches Ein- oder Nachstellen erforderlich. Der Schneidkörper wird durch eine zentrale Spannschraube in den Plattensitz gezogen. Dies soll einen ungehinderten Spänefluss und eine optimale Position der Kühlmittelbohrungen ermöglichen, die eine gezielte Kühlung an der Hauptschneide gewährleisten.

Anmerkungen:
Zusätzliche Informationen
Kennametal stellt mit über 1.000 Beschäftigten einen der wichtigsten Arbeitgeber in der Oberpfalz dar. Hinzu kommen fast 200 Leiharbeiter, um auf Produktionsschwankungen flexibel reagieren zu können. In den letzten Jahren wurden bereits zahlreiche Arbeitnehmer in feste Arbeitsverhältnisse übernommen. Vohenstrauß bildet mit etwa 340 Mitarbeitern und etwa 60 Auszubildenden den größten Kennametal-Standort in der Oberpfalz. Die Auszubildenden werden zentral am Standort in Vohenstrauß zu Industriemechanikern oder Mechatronikern ausgebildet.
Das Werk in Nabburg ist mit etwa 300 Mitarbeitern auf die Produktion von Trägerwerkzeugen und kundenspezifischen Lösungen spezialisiert.
Die Tochtergesellschaft Rübig, ebenfalls am Standort Nabburg, beschäftigt etwa 290 Personen zur Herstellung von rotationssymmetrischen Bohr- und Fräswerkzeugen.
Der im Kennametal Value Business System (KVBS) verankerte Lean-Gedanke ist auf allen Ebenen und in allen Bereichen fest etabliert. Produktionsabläufe und administrative Prozesse werden ständig zum Wohle der Kunden optimiert.
Alle Standorte der Oberpfalz haben in diesem Zusammenhang bereits die TPM-Stufe 4 erreicht, und arbeiten derzeit an der Implementierung der Stufe 5, die im nächsten Jahr erreicht werden soll. Das Ziel von Total Production Maintenance (TPM) ist der effiziente Einsatz von Anlagen, Mitarbeitern, Materialien, Energien und somit die Erreichung der maximal möglichen Produktivität. Das Kennametal TPM-Konzept beinhaltet 7 Stufen, schließt Produktion und administrative Bereiche ein und ist bereits an allen deutschen Standorten implementiert.

KONTAKT:

www.kennametal.com