Geldwerte Kopfarbeit

Programmierbare Spindelverstellung erschließt Anwendern von CHIRON-Doppelspindel-Zentren weitere Rationalisierungspotentiale

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Doppelspindel-Zentren sind ein wirksamer Rationalisierungshebel. Bei Investkosten, die im Vergleich zu Zentren mit einer Spindel nur etwa 30% höher sind, können Anwender mit Doppelspindlern ihren Teileausstoß annähernd verdoppeln, respektive die reine Fertigungszeit je Auftragslos halbieren. Noch besser schneiden die Doppelspindler ab, wenn zum Beispiel Wechseltische mit vier Werkstück-Spannvorrichtungen eingesetzt werden. Hier verteilen sich dann die erforderlichen Werkzeugwechsel und auch die unproduktiven Werkstückwechselzeiten auf vier statt nur auf zwei Werkstücke. Das spart insbesondere in der Serienfertigung viel Zeit und senkt die Stückkosten spürbar.

Nun liegt natürlich der Gedanke nahe, durch Vorrichtungen mit sechs oder noch mehr Spannnestern, das Einsparpotential der Doppelspindler noch besser auszuschöpfen. Doch hier kommt es dann zu einem klassischen Fall des abnehmenden Grenznutzens. Denn durch die fixe Position der Spindeln zueinander steigt mit jedem weiteren Spannnest der Einricht- und Qualifizierungsaufwand. Durch den Einsatz von Werkstückwechseltischen fallen diese Rüstarbeiten zudem doppelt an. Insbesondere für Serienfertiger mit ständig wechselnden Aufträgen ist das natürlich kontraproduktiv.

Die umfangreichen Erfahrungen bei CHIRON mit der kundenindividuellen Applikation von Doppelspindlern kommen dann auch (bei den meisten Bedarfsfällen) zu dem Ergebnis, dass der Einsatz von Vorrichtungen mit vier Spannnestern das beste Verhältnis zwischen (Rüst-)Aufwand und (zeitlichem) Nutzen bietet. So zumindest der bisherige Erkenntnisstand!

Zur Metav 2006 in Düsseldorf präsentiert CHIRON nun ein DZ 18 W Magnum mit Korbwechsler, bei dem sich die Lage der beiden Spindeln zueinander in X und Z-Richtung flexibel, schnell und präzise NC-gesteuert einstellen lässt. Der Verstellbereich in Z-Richtung beträgt +/- 0,25 mm. Damit lassen sich abweichende Werkzeuglängen kompensieren, unterschiedliche Spannesthöhen ausgleichen und Umschlagfehler eliminieren. Für den Ausgleich von Abweichungen der Nestpositionen sowie Umschlagfehler in der Y-Achse lassen sich die Spindeln jeweils um +/- 0,05 mm programmgesteuert positionieren. Beide Verstelleinrichtungen sind vollständige NC-Achsen und durch einen Torque-Antrieb blitzschnell. Im Stillstand werden die beiden Achsen mit einer Klemmung in Position gehalten.

Bild: Schnell, präzise, reproduzierbar: Durch die integrierte Spindelverstellung sind CHIRON Doppelspindler so flexibel einsetzbar wie Einspindelmaschinen.

Dr.-Ing. Dirk Prust, CHIRON Geschäftsführer Forschung & Entwicklung: „Durch die integrierte Spindelverstellung werden unsere Doppelspindler so flexibel einsetzbar wie Zentren mit einer Spindel. Anwender können zwecks Feinjustage ihrer Aufspannvorrichtungen für jedes Spann-Nest eigene Nullpunktverschiebungen programmieren. Lageabweichungen, wie sie zum Beispiel beim Bearbeiten auf Umschlag auftreten, lassen sich nun direkt im NC-Programm berücksichtigen und somit automatisch kompensieren. Die Qualifizierung der Aufspannvorrichtungen wird deutlich beschleunigt. Zudem verbessert sich die Bearbeitungsqualität.“

Bild: Dr.-Ing. Dirk Prust, Geschäftsführer Forschung & Entwicklung, Chiron, Tuttlingen: “Die Qualifizierung der Aufspannvorrichtungen wird deutlich beschleunigt. Zudem verbessert sich die Bearbeitungsqualität.“

Anmerkungen:
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