Nackte Tatsachen

Hommel präsentiert auf dem über 800 m² großen Metav-Messestand 30 Maschinen von 9 Herstellern und zeigt als ein Highlight die inneren Werte des neuen OKUMA Dreh-Fräszentrums MULTUS B300 an einem funktionsfähigen Exponat ohne Blechkleid

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Zur Metav in Düsseldorf präsentiert die Hommel Gruppe in Halle 15, Stand C23 auf über 800 m² 30 Maschinen für profitables Drehen, Fräsen, Schleifen und Kreuzschleifen sowie verschiedene Lösungen für das automatisierte Komplettzerspanen, HSC, Hartbearbeiten, Langdrehen, Zyklendrehen. Ob Formenbauer, Einzelteilfertiger oder Serienteilproduzent, im Ausstellungsprogramm dürfte für jeden Bedarfsfall eine passende Lösung zu finden sein. Für Investionswillige ist ein Besuch der HOMMEL Gruppe ergo Pflicht, zumal neben der Quantität an demo-bereiten CNC-Maschinen von OKUMA, Nakamura, ROMI, Hwacheon, Sunnen, Maier, Kellenberger, Bridgeport und Takumi, großer Wert auf die Informationsqualität gelegt wird. So offenbart auf der Metav eine völlig blechkleidlose OKUMA MULTUS B300 jedem Kenner ihre konstruktiven Vorzüge. Mehr noch: das nackte Dreh-Fräszentrum ist funktionsfähig. Und: Standbesucher sind ausdrücklich aufgefordert, einen Crash zu provozieren. Was freilich das standardmäßig integrierte Kollisionsvermeidungs-System CAS kompromißlos vermeiden soll. Nach Aussage von HOMMEL CNC-Technik reduziere CAS die Einrichtzeiten besonders bei komplexen Bearbeitungen drastisch, senke somit die Stückkosten und erhöhe zudem auch noch die Verfügbarkeit.

Dass HOMMEL für die Multus zudem eine Maßabweichung unterhalb 10 µm selbst bei einer Änderung der Umgebungstemperatur um 8° verspricht, dürfte die Praktiker unter den Messebesuchern freilich nicht nur zum provokanten Spiel mit den 7 CNC-Achsen verleiten, sondern schnell auch den Blick auf die entblößten, konstruktiven Tatsachen lenken. Diese Genauigkeit, ohne zusätzliche Klimatisierung, ist ein sensationelles Ergebnis und insbesondere für Werkzeugmaschinen ein absolutes Novum.

Bei der MULTUS B300 hat OKUMA einen kontrollierten Wärmegang mit minimaler Auswirkung auf Abweichungen realisiert. Bett und Schlitten sind blockförmig ausgelegt, die Längendehnung der Frässpindel wird durch entgegen gesetztes Wachstum des Querschlittens kompensiert und die Spindel driftet in gleicher Ebene wie das Werkzeug. Vorgespannte Kugelrollspindeln und elektronische Kompensation sonstiger thermischer Abweichungen ergänzen die konstruktiven Maßnahmen.

Das robuste, modulare, für den universellen Einsatz designte Maschinenkonzept für den 200-/250er-Futterbereich bietet mit Y- und B-Achse sowie einer höheren Anzahl an Dreh-/Bohr-/Fräs-Werkzeugen beste Voraussetzungen für komplexe, anspruchsvolle Bohr- und Fräsoperationen außerhalb der Drehebene . Hohe Verfahrgeschwindigkeiten (X/Z/Y mit 40/40/26 m/min) bei gleichzeitig hoher Stabilität bei der Zerspanung sowie große Laufruhe erreicht OKUMA durch die Verwendung von Zylinderrollen-Wälzführungen. Deren, gegenüber Kugelführungen 3 mal höhere Steifigkeit und Dämpfung sind wesentliche Basis für beste Oberflächen und verlängern ganz nebenbei die Standzeiten der Tools. Eine weitere Basis für überzeugende Bearbeitungsstabilität ist das hohe Maschinengewicht von 11.0000 kg mit niedrigem Schwerpunkt. Gewichtskräfte der Baugruppen werden fast ausschließlich vertikal aufgenommen, massive Maschinenelemente befinden sich aus Stabilitätsgründen also innerhalb der Aufstellfläche ohne maßgeblichen Überhang einzelner Bauteile, wie Schlitten oder auch das am Bett montierte Werkzeugmagazin… Bemerkenswert ist sicher auch die vordere 3-geteilte Spindellagerung für Haupt- und Frässpindel, bestehend aus zwei einreihigen Schrägkugellagern plus kräftigen Zylinderrollenlagern.

Bei einer Drehlänge ca. 900 mm stehen zwei Spindelgrößen zur Auswahl: Mit Bohrung Ø 62 mm und 15 kW/5.000 min-1 (für 200er Futter) sowie mit Bohrung Ø 80 mm und 22 kW/3.800 min-1 (für 250er Futter). Beide Spindeln sind als Hohlwellenantrieb mit 2-fachem elektrischem Vorgelege für kräftige Drehmomente bis 328 Nm bzw. 412 Nm ausgelegt. Die ebenfalls als Hohlwellenmotor ausgeführte Frässpindel leistet im Standard 11 kW, entwickelt ein maximales Drehmoment von 66 Nm und gewährleistet in C 45 ein ordentliches Zerspanvolumen von bis zu 360cm³/min. Die Drehzahl geht im oberen Bereich bis 6.000 min-1, alternativ bei 16 kW bis 10.000 min-1. Als Werkzeugsystem wird HSK-A63 oder Capto C6 angeboten, die Magazingröße ist wählbar mit 20, 40 oder 60 Stationen. Alternativ zum NC-gesteuerten Reitstock lässt sich als Gegenspindel ein Hohlwellenmotor (15 kW/328 Nm/5.000 min-1) mit 2 Drehzahlbereichen adaptieren. Die Y-Achse verfährt +/- 80 = 160 mm, die B-Achse rotiert in 0,001°-Inkrementen innerhalb 225°.

Gesteuert wird die Multus B 300 von der ebenfalls neuen PC-CNC OKUMA OSP-P200 mit 15“-LCD und schwenkbarem Bedienpult. In Ausbaustufe mit Gegenspindel ist die MULTUS in 7 Achsen (X/Z/Y/B/W/CA/CB) interaktiv bzw. im Dialog für Dreh- und Bohr-/Fräsoperationen mit automatischer Arbeitsplanerstellung programmierbar. Die standardmäßige Werkzeugbruch- und Verschleißüberwachung können Anwender für sämtliche Werkzeuge (feststehend und rotierend) und alle angetriebenen Achsen individuell einsetzen.

Unternehmensprofil OKUMA:

Die OKUMA Corporation, 1898 in Japan gegründet, zählt weltweit zu den innovativsten Herstellern von zerspanenden Werkzeugmaschinen. Ein weit über dem Branchendurchschnitt liegender Prozentsatz des Gewinns wird in die Forschung investiert. Deshalb ist OKUMA ein Technologieführer in der CNC-Zerspanungstechnik.

Das bewährte Erfolgsrezept von OKUMA heißt „Mechatronik“: Maschine, Antriebe und Steuerung aus einer Hand. OKUMA-Anwender profitieren von höchster Verfügbarkeit, unerreichter Langzeitpräzision und konkurrenzlosem Wiederverkaufswert.

Die HOMMEL CNC-TECHNIK GmbH ist seit über 30 Jahren der exklusive Vertriebs- und Service-Partner von OKUMA in Deutschland. In Österreich übernimmt diese Aufgabe die precisa CNC Werkzeugmaschinen GmbH. OKUMA ist ein Technologieführer der CNC- Zerspanungstechnik und weltweit einer der größten Hersteller von CNC- Werkzeugmaschinen. Über 12.000 OKUMA CNC- Drehmaschinen und Bearbeitungszentren in Europa sowie ca. 4.500 OKUMA-CNC-Maschinen in Deutschland sprechen für sich.

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