Walter AG produziert in Weilheim und investiert in den Standort Deutschland

- Werkzeugkörper-Produktion in neuer Produktionshalle in Tübingen-Weilheim. - Rekordinvestitionen von 70 Mio. Euro in 2006

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Bei einem Großbrand im Januar diesen Jahres wurden bei der WALTER AG in Tübingen zwei Werkshallen vollständig zerstört. Betroffen war die Werkzeugkörperproduktion, wo rund 40 hochwertige CNC-Maschinen dem Brand zum Opfer fielen. Die betroffenen Werkshallen werden nicht mehr aufgebaut. Stattdessen sollen Grünflächen und Erholungsflächen entstehen.

Bereits vergangene Woche präsentierte das Unternehmen die neue, 5.200 Quadratmeter umfassende Fertigungsstätte in Tübingen-Weilheim. In der komplett renovierten Halle sind bereits 22 Maschinen und Bearbeitungszentren installiert und in Produktion. Weitere 18 Maschinen sind bis zum Jahresende geplant. „Der großartige Einsatz unserer Mitarbeiter sowie die Unterstützung der Maschinenlieferanten haben dies in so kurzer Zeit ermöglicht“, betonte Peter Witteczek, Vorstandsvorsitzender der WALTER AG. Bis Juli 2006 werden in Weilheim ca. 23 Mio. €uro investiert. Bis Mitte 2007 soll die Körper-Fertigung wieder in das Stammwerk nach Tübingen zurück verlagert werden.

Bild 1: WALTER-Vorstandschef Peter Witteczek

Nach dem Brand wurden 100 Mitarbeiter nach Como und Wien beordert, die bis Juni wieder nach Tübingen zurückkehren werden. Noch 2006 plant die WALTER AG weltweit Investitionen in Höhe von ca. 70 Mio. Euro. Davon sind allein am Standort Deutschland rund 50 Mio. eingeplant. Mit den geplanten Investitionen setzt das Unternehmen auf die Schwerpunkte:

– Erweiterung der Kapazitäten
– Verbesserung der Produktionsprozesse und Automatisierung

Trotz der Investition in modernste Maschinen- und Anlagen werden laut Peter Witteczek keine Arbeitsplätze dem Fortschritt zum Opfer fallen. Im Gegenteil. Weltweit werden ca. 160 neue Arbeitsplätze entstehen. Davon über 50 an den deutschen Standorten. Bereits in den vergangenen 12 Monaten wurden 80 neue Mitarbeiter eingestellt. „Wir erreichen bis Ende 2006 wieder die 2000-Grenze an Mitarbeitern wie wir sie bereits vor dem Verkauf der Maschinenbausparte an die Schleifring Gruppe bereits einmal hatten“, so Peter Witteczek.

Bild 2/3: Bereits 22 Maschinen installiert und in Produktion

Die Wendeschneidplatten-Produktion wird komplett an den Standort Münsingen verlagert, wo die Hartmetall-Produktion des Unternehmens bereits angesiedelt ist. Hier wurde ein angrenzendes Grundstück mit rund 40.000 m2 und einer bestehenden 7.500 m2 großen Halle erworben. Zwei neue Hallen werden derzeit bereits auf dem Gelände gebaut und sollen bis August 2006 fertig gestellt sein. Die Verlagerung der Wendeplatten-Produktion beginnt Ende 2006 und soll bis zum Jahresende 2007 abgeschlossen werden.

FDZT