Rathgeber Formen- und Werkzeugbau Triosieger des Jahres 2004

Die Bundessparte Gewerbe und Handwerk der WKÖ und das Wirtschaftsmagazin trend und die Bank Austria Creditanstalt präsentierten am 27.10.2004 im Rahmen einer Festveranstaltung im Festsaal der Bank Austria Creditanstalt in Wien das "Unternehmer Trio des Jahres 2004".

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Unter Beiwohnen hochkarätiger Besetzung aus Politik und Wirtschaft wurden die herausragenden Leistungen, die heimische Betriebe Jahr für Jahr erbringen, in den Mittelpunkt gerückt. Der Preis „Trio des Jahres“ ist eine Auszeichnung für KMUs, die auf einer Idee der Wirtschaftkammer beruht. Bereits zum zwölften Mal wurde der Preis heuer an besonders erfolgreiche österreichische Unternehmen aus Gewerbe, Handwerk und Dienstleistung verliehen. Die Auszeichnung verfolgt das Ziel, die innovativsten Klein- und Mittelunternehmen aus eben diesen drei Bereichen zu finden. Die Einreichung zum Preis erfolgte Anfang des Jahres und umfasste neben Angaben zum Lebenslauf und Werdegang des Unternehmers auch Daten zur Firma (wie z.B. Firmengründung, Betriebsentwicklung, Marktposition, Export, Umsatz und Mitarbeiter). Von rund 110 Einreichungen aus ganz Österreich kamen neun Unternehmen in die Endausscheidung. Die noch verbliebenen Firmen wurden in einem zweiten Auswahlverfahren von einer Prominentenjury bewertet und einem Ranking unterzogen. Am 27.10. war es dann so weit: das gut gehütete Geheimnis um die Sieger wurde in einer spannenden Abendveranstaltung gelüftet und die jeweils besten drei Firmen wurden präsentiert. Mit ihrem Ideenreichtum, Mut und Erfolg konnten sie die hochrangig besetzte Jury überzeugen und den „Nobelpreis für die KMUs“, wie Bundeskanzler Schüssel das Trio des Jahres bezeichnete, für sich entscheiden.

Platz eins in der Sparte Gewerbe ging an die Firma Johann Rathgeber GmbH Formen- und Werkzeugbau. Sie ist 2004 das einzige Tiroler Unternehmen das den Sprung in die Endwertung schaffte. Der in Innsbruck ansässige und 1939 gegründete Familienbetrieb zählt seit Jahrzehnten zu den führenden Unternehmen in seiner Branche. 1999 wurde ein Südtiroler Betrieb zu 100% als Tochterunternehmen übernommen, so dass Rathgeber nun mehr als 120 Mitarbeiter beschäftigt. In beiden Firmen werden, schwerpunktmäßig etwas differenziert, sowohl präzise Spritzgussformen für technische Kunststoffteile, als auch Druckgussformen für Leichtmetallteile für zahlreiche Kunden der europäischen Spitzenindustrie produziert. Doch in der Rathgeber’schen Produktpalette findet man auch Beschneidewerkzeuge, Vorrichtungen und CNC-bearbeitete Präzisionswerkstücke, die insbesondere für die heimische Großindustrie gefertigt werden. Seit 1977 wird der Betrieb geführt von Komm.-Rat Ing. Peter Rathgeber, dem Sohn des Firmengründers, der nicht nur stolz ist auf einen direkten Exportanteil von rund 50%, sondern auch auf sein großes Engagement in der Lehrlingsausbildung. Die Firma Rathgeber bildet seit 65 Jahren Lehrlinge aus, derzeit sind es 16 in Produktion und Konstruktion. 2003 erwirtschaftete der Betrieb einen Umsatz von EUR 10,5 Mio.

Bild: Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel bei der Übergabe des Preises an Komm.-Rat Ing. Peter Rathgeber

Die Trio-Juroren sprechen in ihrer Begründung von einem „Paradebetrieb“ mit „Vorbildfunktion“, an dessen Spitze ein „Vorbildunternehmer“ steht. „Ich freue mich sehr über diesen Preis,“ zeigt sich Ing. Peter Rathgeber überwältigt. „Er bestärkt unsere Unternehmensphilosophie und soll uns Ansporn sein, mit demselben großen Engagement wie bisher weiter zu machen.“

Der Chefredakteur des trend, Reginald Benisch kritisierte, dass meist nur die großen Industriebetriebe in den Medien präsent sind, und das obwohl die KMUs in Österreich am meisten Arbeitnehmer beschäftigen, nämlich 600.000. Helmut A. Gansterer, Co-Herausgeber des trend, sagt zur Geschichte des Preises: „Ich glaube nicht an die Allmächtigkeit der großen Betriebe. Ich habe immer ein Gespür dafür gehabt, dass das Wurzelwerk tiefer liegt.“ Und er bezeichnet den Mittelstand als „Kettenhemd“ Österreichs, weshalb Österreich dadurch sicherer sei als Länder, die nur auf „Multis“ setzten. WK-Präsident Dr. Christoph Leitl schlug in dieselbe Kerbe: „Man muß nicht groß sein, um Großes zu leisten. Man kann aber, wenn man Großes leistet, groß werden.“ Und mahnte in Richtung Medien, auch die Kleinen zu begleiten und ihnen die entsprechende Aufmerksamkeit zu schenken.

Bild rechts: Gratulierten Ing. Peter Rathgeber zum Unternehmer des Jahres 2004: Bundesminister Dr. Martin Bartenstein, Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel, Bundesspartenobmann Komm.-Rat Ing. Mag. Georg Toifl, Preisträger Komm.-Rat Ing. Peter Rathgeber und WK-Präsident Dr. Christoph Leitl.

Bundesminister Dr. Martin Bartenstein appellierte in seiner Festrede, den jungen Menschen in den Betrieben im Rahmen einer Lehrausbildung eine Chance zu geben und dieses Potential für den Arbeitsmarkt von Morgen zu heben. Als letzter Festredner bezeichnete Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel das Unternehmertrio als „Nobelpreis für die KMUs“: „Ich halte den Preis als einen der wichtigsten“. Schüssel dankte dem Mittelstand, der rund 40% aller jungen Menschen eines Jahrgangs ausbildet.

Bild links: vordere Reihe: Bundesminister Dr. Martin Bartenstein, Preisträger Komm.-Rat Ing. Peter Rathgeber mit Gattin Waltraud, der Tiroler Spartenobmann Georg Steixner und WK-Präsident Dr. Christoph Leitl. hintere Reihe: Tochter und Marketingleiterin, Mag. Verena Rathgeber-Mandl und der Geschäftsführer der Tiroler Mechatronikerinnung Michael Stecher

Kontakt:
Johann Rathgeber GmbH
Formen- und Werkzeugbau
Trientlgasse 45, Postfach 29
A-6022 Innsbruck
Tel. +43 / (0)512 – 33 453
Fax +43 / (0)512 – 33 453-20
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