Aufbruchstimmung und doppelte Freude auf der AMB 2004

Zeitgleich mit der Eröffnung der AMB erfolgt der historísche Spatenstich zur Neuen Landesmesse.

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Nicht nur die ausgebuchten Messehallen auf dem Killesberg erfreuten Ulrich Kromer, Geschäftsführer der Messe Stuttgart. „Wir haben heute doppelten Grund positiv in die Zukunft zu schauen“, verkündet Ulrich Kromer auf dem Presse-Lunch zur AMB 200!4. Einerseits freut er sich auf fünf Messetage an denen Werkzeugmaschinen- und Praezisionswerkzeuge im Mittelpunkt stehen, andererseits über den historischen Spatenstich zur Neuen Landesmesse in unmittelbarer Nähe des Stuttgarter Flughafens. Mit dem Neubau sieht Kromer auch neue Perspektiven für die AMB. Bis 2007 entstehen neun Messehallen, ein Kongresszentrum mit mehr als 30 Räumen auf einer Ausstellungsfläche von 100.000 Bruttoquadratmetern.
Die 14 Messehallen auf der AMB 2004 sind laut Kromer restlos ausgebucht. Auf 50.000 Bruttoquadratmetern präsentieren 851 Aussteller und 149 vertretene Firmen ihre Innovationen und Weiterentwicklungen für die Metallbe- und Verarbeitung. Bei einem Auslandsanteil (gesamt) von 20% stellt die Schweiz mit 71 Ausstellern die größte Beteiligung. Erwartet werden rund 50.000 Besucher aus 40 Ländern.


Bild von links: Sylvia Stoll und Ulrich Kromer von der Messe Stuttgart sowie Dr. Wolfgang Sengebusch und Ulrich P. Hermani (VDMA)

Auch Ulrich P. Hermani, Geschäftsführer des VDMA Baden-Würtemberg, bewertet den Bau der Neuen Landesmesse sehr positiv. „Wenn die Entscheidung zur Neuen Landesmesse früher erfolgt wäre, sähe die heutige Messelandchaft etwas anders! aus“ und „der Vorstand des VDMA Baden-Würtemberg steht auch voll hinter dem Konzept der AMB“ erklärte Hermani. Die Signale sieht er deutlich auf Wachstum gestellt. In den ersten sieben Monaten verzeichneten die Auftragseingänge in der Werkzeugmaschinenindustrie einen Anstieg von real 22%. Getragen werden die Zuwächse weiterhin stark durch den Export, aber auch durch ein belebtes Inlandsgeschäft. Bei den Exportländern hat China den US-Markt als Spitzenreiter abgelöst. Allein im ersten Quartal 2004 stieg die Ausfuhr deutscher Werkzeugmaschinen nach China um 126%. „Über die allgemeine China-Euphorie darf aber nicht übersehen werden, dass China selbst heute schon weltweit der viertgrösste Werkzeugmaschinenhersteller ist“, so Hermani. Allerdings wagen sich die chinesischen Wettbewerber nicht an das Top-Segment heran, da ihnen der F&E-Aufwand zu groß erscheint.

Der Geschäftsführer des VDMA Fachverbandes Präzisionswerkzeuge, Dr. Wolfgang Sengebusch, freut sich ebenfalls über das Ende der „unzulänglichen Räumlichkeiten“ auf dem Killesberg und begrüßt ein modernes Messegelände im wichtigen Absatzgebiet Süddeutschland. Der Veranstalter der AMB und der Fachverband Präzisionswerkzeuge im VDMA haben für die Zukunft eine Zusammenarbeit – die gemeinsame Nutzung von gemeinsamen Wissen zum gemeinsamen Wohl der Industrie und der AMB – vereinbart. Für die Präzisionswerkzeug-Industrie rechnet Dr. Sengebusch mit einer Umsatzsteigerung von rund 4% in 2004. Deutschland ist mit einem Welthandelsanteil von 22% Exportweltmeister bei den Präzisionswerkzeugen.

FDZT