VDMA Offensive im Jahr der Technik „Qualifizierter Nachwuchs ist Mangelware“

Bei den deutschen Maschinen- und Anlagenbauern sind qualifizierte Bewerber Mangelware. "Tausende von Ausbildungsstellen sind bis heute nicht besetzt", erklärte der Präsident des VDMA, Diether Klingelnberg, in Frankfurt.

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Bei den Industriemechanikern gibt es rund 8.000 offene Ausbildungsplätze, bei den Zerspanungsmechanikern sind es 2.500, bei den Konstruktionsmechanikern über 1000, bei den Fertigungsmechanikern über 800 und bei den Werkzeugmechanikern 2.300.

Um in der Öffentlichkeit das Interesse für Technik zu wecken und die Attraktivität der technischen Berufe darzustellen, wird das ZDF in seiner täglichen Sendung ‚Volle Kanne‘ (9.00 bis 10.00 Uhr von montags bis freitags) über „Menschen im Maschinenbau“ berichten. Der erste Beitrag über den Beruf des Mechatronikers wurde am Montag, dem 15. Dezember, gesendet.

Clemens Hirschle, seit zwei Jahren Mechatronikerlehrling bei der Wittenstein AG in Igersheim, wollte sich nicht einseitig für Elektronik oder Mechanik entscheiden, deshalb hat er den Beruf des Mechatronikers gewählt. „Der Mechatroniker verbindet die Elektronik und Mechanik recht gut und dazu kommen noch Hydraulik, Pneumatik und Steuerungstechnik. Deshalb ist das ein optimaler Beruf für mich.“ Mit guten Zukunftschancen, denn gut ausgebildete Mechatroniker sind nach wie vor Mangelware.

-Mädchen sind bisher im Maschinen- und Anlagenbau unterrepräsentiert

„Deshalb wünschen wir uns mehr Mädchen im gewerblichen Bereich“, so Klingelnberg, „denn ein Arbeitsplatz im Maschinen- und Anlagenbau ist heutzutage sicherer als der einer Bankangestellten.“ Um in technische Berufe hineinzuschnuppern empfiehlt der VDMA den Schülerinnen und Schülern ein „Betriebspraktika“. Angebote hierzu finden interessierte Jugendliche im Internet unter dem Suchbegriff „Schülerpraktika“. Der VDMA bietet mit seinem neuen Internetauftritt ab Mitte 2004 eine Ausbildungsplatzbörse an.

FDZT