Neue 4-Achsen-Drehmaschinenbaureihe OKUMA LU steigert Produktivität

Mit über 20.000 ausgelieferten 4-Achs-Drehmaschinen gehört OKUMA seit fast drei Jahrzehnten zu den technologischen Schrittmachern, und zu den erfolgreichsten Anbietern dieser hochproduktiven Fertigungsmittel. Und das soll auch künftig so bleiben. Zu den Technologietagen der Hommel-Gruppe, vom 10.- 12. Juli, in Köln, werden die OKUMA Vierachser in der nunmehr 6. Generation Europapremiere haben. Die neue Baureihe OKUMA LU bietet höhere Drehzahlen, doppelte Leistung bei angetriebenen Werkzeugen, schnellere Eilgängen und die neue Steuerung OKUMA E100L.

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Im Vergleich mit den Vorgängermodellen verspricht die neue Baureihe Produktivitätssteigerung von durchschnittlich 15 %. Wie gehabt, sind Maschine, Steuerung, Haupt- und Servoantriebe sowie Wegmesssysteme Okuma-eigene Produkte. Und das ist nach wie vor die beste Voraussetzung für ein dauerhaft zuverlässiges Zusammenspiel aller Komponenten.

Als eine von vier Europapremieren präsentiert Hommel während der Technologietage in Köln, vom 10.- 12. Juli, das 4-Achsen-Drehmaschinenmodell OKUMA LU300. In der LU-Baureihe steckt das Know-How und die Erfahrung aus einer fast 30 Jahre lang konsequent verfolgten Entwicklungsstrategie. OKUMA entwickelt und baut seit 1976 vierachsige CNC-Drehmaschinen. Seitdem wurden weltweit rund 20.000 Einheiten ausgeliefert.

Basis der, mit einem Gewicht von 9.200 kg (für die kleinste Ausführung), maschinenbaulich extrem solide gebauten OKUMA LU300 ist ein symmetrisch aufgebautes Verbundbett, das hinsichtlich Warmlaufverhalten und Temperaturstabilität vom Start weg hervorragende, und vor allem über Schichten hindurch, konstante Bearbeitungsergebnisse garantiert. Die Gleitführungen sind geschabt. Wenngleich andere Führungskonzepte zwar höhere Eilgängen als 20m/min in X, und 25 m/min in Z bieten, kombinieren die geschabten Führungen höchste Präzision und perfekte Dämpfung zu einem prozessualen Optimum. In Konsequenz können Anwender der 45°-Schrägbettmaschine das überzeugende Leistungspotential der Antriebe für ihre Zerspanungsaufgaben voll ausreizen. Wobei sich die LU-Baureihe durch diverse Ausstattungsoptionen an individuelle Kundenwünsche anpassen lässt.

Bereits in der Standardausstattung leistet der Hauptantrieb (ein Hohlwellenmotor mit elektrischem Vorgelege) 22 kW und entwickelt ein sattes Drehmoment von 412 Nm. Der Drehzahlbereich geht bis 5.000 min-1. Wer noch mehr Leistung benötigt, weil er zum Beispiel Keramikwerkstoffe effizient bearbeiten möchte, bekommt die OKUMA LU300 alternativ auch mit 37 kW Antrieb, der dann 415 Nm erzeugt und die Spindel auf bis zu 6.000 min-1 beschleunigt. Der Futter-Ø-Bereich der LU300 misst 200/250 mm; als maximaler Drehdurchmesser sind 340 mm möglich und die maximale Drehlänge geht bis 1.000 mm. Selbstredend lassen sich mit der LU300 auch Stangenteile effizient bearbeiten.

In der Standardausführung bietet die Spindel einen Durchlass für Stangen-Ø bis 50 mm; alternativ ist eine Spindelvariante für Ø 68 mm lieferbar.

Die beiden ober- und unterhalb der Spindel auf Kreuzschlitten montierten Werkzeugrevolver bieten Platz für 12 + 8 = 20 Werkzeuge nach DIN 69880. Für´s Indexieren der Tools benötigen die Revolver lediglich 0,19 Sekunden. Wer mit der LU300 professionell Bohren und Fräsen will, bekommt als Option alle Werkzeugstationen auch angetrieben. Hier sorgen dann die patentierten OKUMA Kombi-PREX-Hochleistungsmotoren mit ihrer überzeugenden Antriebsleistung von 7 kW, dem Drehmoment von bis zu 24 Nm sowie einer maximalen Drehzahl von 4.500 min-1 für wirtschaftliche Zerspanungsraten. In Kombination mit der automatischen Hauptspindel-Interpolation – die C-Achse positioniert in dieser Ausstattung auf 0,001° genau – bietet die OKUMA LU300 ideale Voraussetzungen für die synchrone und simultane 4-Achsen-Bearbeitung. Und wer seine LU300 dann auch noch mit Y-Achse (+ 70 / – 50 mm) ordert, ist selbst für´s Komplettbearbeiten sehr komplexer Werkstücke bestens ausgerüstet.

Und damit nicht genug: Die LU300 gibt es zudem in einer Hartdreh-Ausführung; hier sorgen dann zum Beispiel Okuma-eigene, absolut messende Linearmaßstäbe mit ihrer Auflösung von 0,1 µm dafür, dass sich auch in qualitativer Hinsicht schleiftypische Bearbeitungsergebnisse erzielen lassen.

Bei der Steuerung setzt der japanische Hersteller auf die ebenfalls neue CNC-Generation OKUMA OSP E100L. Als konsequente Weiterentwicklung der weltweit zigtausendfach bewährten Steuerungsphilosophie bietet auch die neue E100L eine komfortable 4-/6-Achsen-Dialog-Programmierung mit automatischer Arbeitsplanerstellung. Außerdem wurde die 3-D-Simulation der NC-Programme (als Vollkörper, im Schnitt oder transparent) perfektioniert.

Wem die Arbeitsbereiche und Leistungsdaten der OKUMA LU300 nicht groß genug sind, kann die Vorteile des Maschinenkonzeptes mit dem ebenfalls neuen 4-Achsen-Modell LU400 nutzen.

Die LU400 deckt einen Futter-Ø von 250 bis 315 mm ab. Der Drehdurchmesser geht bis 420 mm. In Punkto Drehlänge sind Teile bis zu 3.000 mm handhabbar. Der Hauptantrieb (auch hier setzt OKUMA auf einen eigenen, gleichsam dynamischen wie durchzugstarken Hohlwellenmotor mit elektrischem Vorgelege) leistet 30 kW und entwickelt ein imposantes Drehmoment von bis zu 900 Nm. Die Höchstdrehzahl der Spindel erreicht 3.800 min-1. Optional gibt es den Antrieb auch in einer 45 kW-Version. Mit dann 700 Nm und einer Höchstdrehzahl von 5.000 min-1 empfiehlt sich die LU400 in dieser Ausführung zum Beispiel bestens für das Zerspanen von Keramikwerkstoffen.

Die LU400 verfügt über zwei Revolver auf zwei Kreuzschlitten. Diese bieten 12 + 10 = 22 Plätze für Werkzeuge nach DIN 69880. Wie bei der LU300 beträgt die Indexierzeit 0,19 Sek. Ebenso gibt es auch die LU400 mit angetrieben Tools sowie C-Achse (0,001°) samt automatischer Hauptspindel-Interpolation. Der in den Revolvern eingesetzte OKUMA Kombi-PREX-Hochleistungsmotor für Indexierung und Werkzeugantrieb überzeugt ebenfalls mit 7 kW, entwickelt jedoch maximal 45 Nm und dreht bis 3.000min-1. Bei der Spindel gibt es zwei Varianten. Die Standardspindel bietet einen Durchlass für Stangen bis Ø 68 mm, optional geht´s bis Ø 98 mm.

Auch die LU400 ist in einer Hartdreh-Ausführung erhältlich. Als Steuerung kommt ebenfalls die neue OKUMA OSP E100L zum Einsatz.

FDZT